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Bullshit-Mythen: Die Generation Y ist anders ...

Bullshit-Mythen: Die Generation Y ist anders ...

Jugend stellt in Frage. Ist das okay wie die Erwachsenen und das Establishment leben? Erhaltet Ihr unsere Welt? Oder habt Ihr Raubbau an unserer Zukunft betrieben? Und will ich überhaupt so leben wie Ihr? Fragen, die angeblich die Generation Y kennzeichnen … Aber hat sich die Jugend in den 70ern, 80ern und 90ern nicht genau die selben Fragen gestellt? Sind mehr Verantwortung, eine kritische Haltung, Sinn und Freude am eigenen Tun tatsächlich Privilegien der Generation Y? Wenn ja, dann bin ich und sehr viele mit mir in der falschen Generation geboren. Aber keine Angst, es liegt nicht an uns. Es liegt an der Generation Y, denn sie ist ein Mythos!

Denken ist schwer, darum urteilen die meisten

Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr Menschen Klischees lieben. Und das nicht nur auf dem Niveau von Blondinen-Witzen. Auch auf ganz hohem Niveau: Lehrer … Sofort hat jeder ein typisches Lehrer Klischee im Kopf … Sozialpädagogen … die Jugend heutzutage, über die sich übrigens schon Sokrates und Goethe beschwert haben. Etwa in einem ähnlichen Wortlaut in dem heute von der anspruchsvollen oder auch nicht mehr leistungsorientierten Generation Y die Rede ist. Das ist einfach, aber sinnvoll ist es nicht. Es hat für Unternehmen sogar handfeste Nachteile!

Schauen wir uns zunächst einmal an, woher der menschliche Hang zum Schubladendenken kommt. Denn auch die Zuteilung bestimmter Attribute zu entsprechenden Generationen ist vor allem eines: Schubladendenken. Okay, auf hohem Niveau, aber es bleibt was es ist. Unser Gehirn liebt diese Einteilungen: Deutsche sind pünktlich, Franzosen gute Liebhaber und Spanier wahnsinnig tempramentvoll. Dabei hat jeder von uns ein paar unglaublich unpünktliche Freunde. Und wenn wir ehrlich sind, dann halten sich die Überpünktlichen, die die mal pünktlich sind und mal nicht und die Unpünktlichen eigentlich die Waage. Und es kommt noch dicker: Wir selbst sind mal pünktlich und mal unpünktlich … Dabei haben wir uns doch einer Kategorie zugeordnet. Ja was denn nun? 

Unser Gehirn liebt Klischees, um Energie zu sparen

Solche Überlegungen hasst unser Gehirn, denn sie kosten vor allem eines: Energie. Und bewusste Denkprozesse benötigen sehr viel davon. Unser Gehirn ist eh schon der Energieräuber Nummer eins oder zwei in unserem Körper. Aktuell schreiben ein paar Studien Platz eins der Leber zu. Dazu fallen mir übrigens gleich ein Paar Klischees ein, die ich aus der Schublade ziehen könnte … Zurück zur Energie: Jahrtausende lang war Energie vor allem eines: Kostbar! Kein Kühlschrank, der Tag und Nacht wohntemperierte, frische Lebensmittel ausspuckte und keine 24 Stunden Tante Emma Läden unserer Zeit: die Tankstellen – waren verfügbar. Im Gegenteil: Wenn Energie verfügbar war in Form von Erjagtem, Gesammelten oder Geerntetem, dann wurde es schnell verspeist oder in so kleinen Portionen gehütet, dass Hunger und Energiemangel ständige Begleiter waren. Auch wenn das Hirn immer noch die meiste Energie abbekommen hat, so musste es sich doch zusammenreißen und konnte nicht immer auf intellektuell hohem Niveau laufen. 

Ich mag keine Prinzipien. Ich bevorzuge Vorurteile

Um nicht jede Information neu analysieren und bewerten zu müssen, haben sich Hirn und Evolution die Clusterung – also das Schubladendenken – ausgedacht. Mehr oder weniger verwandte Informationen werden zu Clustern zusammengefasst und als Clusterinformation abgerufen. Energietechnisch ein riesiger Vorteil und auch evolutionstechnisch gar nicht unpraktisch. So müssen wir uns nämlich nicht mehr in ein Lagerfeuer setzen, wenn wir uns schon mal an einer Kerze verbrannt haben. Denn die Feuerschublade in unserem Hirn sagt uns klar und deutlich: Feuer, immer heiß, immer Schmerz, immer Gefahr! Super Mechanismus! Und noch besser: Wir lernen das sogar durch Beobachtung oder durch Erzählungen. Wir müssen diese Erfahrungen noch nicht einmal selber machen. Toll! Aber eben nicht immer.

Und so ist es mit allen Klischees, Schubladen und Vorurteilen! Immer, wirklich immer wenn Menschengruppen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zugeordnet werden, können wir davon ausgehen, dass das so nicht stimmt. Blondinen sind nicht dumm, kleine Menschen nicht per se lustig und Norddeutsche nicht spröde … Und die Generation Y ist nicht anders als andere Generationen.

Unterschiede innerhalb einer Generation sind größer als die zwischen Generationen

Wer einmal „Generation Y Mythos“ googelt wird heraus finden, dass es innerhalb einer Generation größere Unterschiede gibt als zwischen den Generationen. Und genau an dieser Stelle wird es gefährlich für Unternehmen! Wer sich um die Generation Y sorgt, der vergisst, dass er viele, gut ausgebildete, engagierte und sinnsuchende Mitarbeiter aus allen Generationen in seinem Unternehmen hat! Wie mögen die sich wohl fühlen, wenn sich um diese neue Mythos-Generation Gedanken gemacht wird, aber um sie nicht? Ich gehöre beispielsweise nicht zur Generation Y, finde mich aber immer in den Beschreibungen wieder. Und ich treffe in meinen Seminaren sehr viele ältere Menschen, die zu der Generation vor mir gehören, auf die die Beschreibung auch passt und jüngere natürlich auch … Alle sind irritiert, wenn ihre Unternehmen sich besonders um die Generation Y kümmern …

Glaube nicht Alls, was du denkst

Hört auf damit! Gute, motivierte, sinnsuchende, selbstständig denkende und handelnde Menschen findet man in allen Generationen! Und sie sind in allen Generationen anspruchsvoll was Führung anbelangt! Wer meint, dass er spezielle Programme für spezielle Generationen entwickeln muss, der hat den Kern der menschlichen Sehnsüchte und des menschlichen Strebens nicht verstanden! Lasst Euch von Trainern und Coaches nichts einreden! Selbstständiges Denken ist nichts für Anfänger zugegeben, denn unser Hirn ist daran leider nicht immer interessiert, aber es ist doch ein schönes Ziel. Ich arbeite immer wieder daran, stelle in Frage, werfe über den Haufen und starte neu. Und es freut mich sehr, wenn ich dabei in guter Gesellschaft bin.

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