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Bullshit-Mythen: Du bist der Durchschnitt der fünf Personen mit denen Du Dich umgibst …

Bullshit-Mythen: Du bist der Durchschnitt der fünf Personen mit denen Du Dich umgibst …

Die fünf Personen Regel ist gerade der Renner auf dem Persönlichkeitsentwicklungsmarkt. Allerdings ist sie in der Form, wie sie oft erzählt wird wissenschaftlich nicht belegt und auch nicht haltbar. Was wiederum nicht heißt, dass nicht irgendwie doch etwas dran ist. Aber eben nicht so, wie es gern verkauft wird. 

Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben ...

Wer einmal „die fünf Personen Regel“ oder „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen“ bei Google eingibt, der wird eine Fülle von Artikeln zu diesem Thema finden. Dies soll keine weitere Definition dieser Regel werden. In Kürze besagt die Regel, dass wir eben so viel wiegen wie unsere Freunde, soviel verdienen wie sie und auch so handeln wie sie. Zumindest im Durchschnitt. Dann wird noch gesagt, schau Dir Deine Freunde an. Ist doch so oder? Ergo: Wenn Du Dich weiter entwickeln willst und beruflich voran kommen willst, brauchst Du Menschen um dich herum, die schon dort sind, wo Du bist, damit zu deren Durchschnitt werden kannst …

Der Peer Group Effekt und die 5-Personen-Regel sind nicht das Gleiche!

Die Herleitung der These ist prinzipiell stimmig, denn wenn Du Dich in Deinem Freundeskreis umschaust, wirst Du natürlich ähnliche Menschen finden. Menschen neigen nämlich nicht dazu sich Freunde zu suchen, die nicht ihrer sozialen Gruppe entsprechen. Darüber hinaus passen wir uns tatsächlich der sozialen Gruppe an, mit der wir gerade interagieren und auf Dauer passen wir uns auch unserer sozialen Gruppe an, in der wir uns am meisten aufhalten. Von daher passt die Herleitung der 5-Personen-Regel, die übrigens auf den us-amerikanischen Trainer und Coach Jim Rohn zurück geht, schon mal ganz gut. 

Die Regel lehnt sich an den sogenannten Peer Group Effekt an. Dieser besagt, dass Jugendliche (ja genau, Jugendliche in der Pubertät!) die Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen ihrer sozialen Gruppe/Clique annehmen. Diese sind in der Regel geprägt durch Unabhängigkeit von den Werten und Einstellung der Erwachsenen. Im Prinzip geht es in dieser Entwicklungsphase darum, neue Orientierung unabhängig vom Elternhaus zu finden und eine eigene, stabile Persönlichkeit auszubilden. Aufgrund der noch instabilen Persönlichkeit, hat die Peer Group einen beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung des Jugendlichen.

Freundschaft heisst Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft

Darüber hinaus ist der Hang zur Konformität und auch die Eigenschaft des Menschen sich in Gesprächen und Gruppen unbewusst anzupassen gut erforscht. Wir sind Herdentiere. Ob wir wollen oder nicht. Ein weiterer Aspekt, der für die 5-Personen Regel spricht.

ABER … Und jetzt kommt es: So einfach ist es eben nicht! Und vor allem ist die Vorgehensweise wie die 5-Personen-Regel „bewiesen“ wird alles andere als wissenschaftlich. Wenn eine These bewiesen werden soll, dann ist zunächst nach allem zu suchen, was gegen diese These spricht. Bei der 5-Personen-Regel ist das leider nicht der Fall …

Was spricht also gegen die 5-Personen-Regel? Zunächst einmal wird bei dieser Theorie „Zeit“ mit „Einfluss“ gleich gesetzt. Mit anderen Worten: die Menschen, mit denen ich die meiste Zeit verbringe, haben auch den größten Einfluss auf mich. Stimmt das wirklich? In der Regel verbringen wir – rein zeitlich betrachtet – die meiste Zeit mit unseren Arbeitskollegen. Diese haben wir uns meistens nicht selbst ausgesucht. Oft finden wir den einen oder anderen auch nicht wirklich supi. Viel Zeit müssen wir mit ihm trotzdem verbringen … Wenn die 5-Personen-Regel stimmte, dann hieße das, dass wir früher oder später dem ungeliebten Kollegen immer ähnlicher würden … Das wäre schon doof … Keine Angst: das passiert nicht. 

Ein unterstützendes Umfeld hat nichts mit der 5-Personen-Regel zu tun

Lustig ist in diesem Zusammenhang auch, dass nach dieser Regel Mentoren-Programme nicht funktionieren können … Schon mal darüber nachgedacht? Es sei denn, der Mentor gehört zu den fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen …

Und was passiert mit Eltern, die zwangsläufig sehr viel Zeit mit ihren Kindern verbringen? Entwickeln die sich wieder zurück? Verrückte Frage, aber in Bezug auf die Zeitprämisse durchaus legitim.

Natürlich brauchen wir ein Umfeld, dass uns unterstützt. Gar keine Frage. Aber muss dieses Umfeld zwangsläufig schon dort sein wo wir selbst hin wollen? Und muss mein Umfeld zwangsläufig auch dorthin wollen? Ich bin beispielsweise immer noch mit meinen Reiterfreundinnen aus der Schulzeit befreundet und wir unterhalten uns immer noch enthusiastisch über unsere Pferde. Beruflich ist von der Unternehmerin, Lehrerin, Ärztin, Biologin bis hin zur Arzthelferin alles dabei. Uns vereint unser Hobby. Allerdings ist keine von uns der Durchschnitt der Gruppe. Im Gegenteil! Die Gruppe ist extrem inhomogen und das macht es so spannend!

Um ein gutes Mitglied einer Schafherde zu sein, musst Du ein gutes Schaf sein.

Noch eine Schwachstelle in der Theorie, dass man sich Leute suchen sollte die dort sind, wo man selbst hin will: Wollen diese Leute Dich denn haben, wenn Du noch nicht dort bist wo sie sind? Ziehst Du dann nicht ihren Durchschnitt runter? Diese Leute haben doch auch noch Ziele und sind auf der Suche nach Leuten die dort sind wo sie wiederum hinwollen … Da stimmt doch was nicht?

Also: nimm nicht jede Trainerweisheit einfach so hin. Hinterfrage kritisch, ob das alles so stimmen kann. Nur weil Jim Rohn das mal gesagt hat, ist es noch lange nicht wahr! Immer wenn Dinge extrem vereinfacht werden, dann besteht die Gefahr, dass sie eben nicht mehr so einfach sind. Der Peer Group Effekt, die Funktion der Spiegelneuronen (die übrigens maßlos überschätzt werden) und auch unser Drang nach Konformität sind komplexe Mechanismen, die sich nicht auf eine einfache Regel herunter brechen lassen. Wir sind komplexe Wesen in einer komplexen Welt. Einfach wäre schön. Ist aber unrealistisch.

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