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Führungskraft oder Führungspersönlichkeit: Eine Frage der Haltung

Führungskraft oder Führungspersönlichkeit: Eine Frage der Haltung

Oft werde ich gefragt, was denn Natural Leadership sei, wie sich dieser Führungsstil von anderen unterscheide und welche Theorie dahinter steckt. Die Antwort ist so einfach wie komplex: Die Haltung, die innere Einstellung macht den Unterschied zwischen Führungskraft und Führungspersönlichkeit.

Da aber jeder Mensch eine Haltung bzw. eine innere Einstellung hat und auch bestimmte Vorstellungen zu diesen Begriffen, werde ich unregelmäßig in diesem und weiteren Artikeln, das Thema beleuchten und die Unterschiede von Führungspersönlichkeiten und Führungskräften heraus arbeiten.

 

Frag immer erst: Warum von Simon Sinek

Warum ist also die Haltung beim Natural Leadership Prinzip so entscheidend? Weil Haltung und innere Einstellung die Qualität unserer Fragen bestimmt. Und nur, wer die richtigen Fragen stellt, wird auch die richtigen Antworten bekommen. Oder anders formuliert: Wer seine Fragen findet, der bekommt auch seine Antworten. Simon Sinek hat dazu ein sehr schönes Buch mit dem Titel „Frage immer erst „Warum““ geschrieben. Eine Frage, die übrigens Kinder in einem bestimmten Alter bis zur totalen Erschöpfung – sowohl der eigenen und vor allem der der Eltern – stellen: Warum? Und hat man als Elternteil das eine „Warum“ beantwortet, geht es sofort zum nächsten. Meine Vermutung: wir Erwachsenen antworten immer „nur“ auf technischer oder biologisch korrekter Ebene. Das ist aber gar nicht die Frage, die dort gestellt wird. Meine Vermutung ist, dass Kinder in diesem Alter tatsächlich schon wissen wollen, welchen Sinn das Ganze hat, was die Welt im innersten zusammenhält. Warum ist der Himmel blau? Weil Atmosphäre … Erwachsenenerklärung … Blabla … Und die nächste Frage ist „Warum?“ Selbst der gebildetste Erwachsene muss irgendwann die Flügel strecken, oft verbunden mit mehr oder weniger mürrischem „Das ist halt so“ oder „Warum, warum, warum ist die Banane krumm …“ Beides Ausreden, weil wir selbst damals eine ähnliche Antwort erhalten haben und den Fragen nie weiter nachgegangen sind.

Auf der Sachebene entsteht keine Begeisterung. Begeisterung ist ein Gefühl!

Was hat das aber mit Führung zu tun? Naja, frag Dich einfach mal, wie oft Du Deine Mitarbeiter mit einem „Das ist halt so“ oder „Wurde da oben entschieden“ oder „Das wird hier so gelebt“ abspeist … Eine erlernte Verhaltensweise aus der Kindheit … Was aber, wenn wir der „Warum“ Frage mal auf andere Weise nachgingen. Nicht auf der rational erklärbaren Ebene, sondern auf der Ebene, die tatsächlich zählt: auf der Gefühlsebene? Das ist gerade im Unternehmenskontext sicher ungewohnt, denn wir bleiben ja wirklich gern auf der Sachebene, um ja nicht auf das unsichere Gefühlsterrain abzugleiten, auf dem wir uns nicht auskennen und das uns im Grunde unheimlich ist. 

Das Blöde daran: dort ist die Basis unseres gesamten Handelns angesiedelt. Dort befindet sich der Motor, unser Antrieb, unsere Motivation. Motivation ist nicht rational und damit auch nicht von außen rational zu erzielen. Vermutlich ein Grund, warum es aktuell gerade so en vogue ist von intrinsischer Motivation zu sprechen, die nicht von außen produziert werden kann. Das ist so richtig wie falsch. Denn die Motive, die uns antreiben, die können natürlich nicht von Außen produziert werden, aber sie können natürlich befeuert und unterstützt werden. Meisten geschieht leider das Gegenteil: Sie werden ruhig gestellt und im schlimmsten Fall vollkommen verschüttet. Trotzdem ist Motivation vorhanden: in jedem Menschen. Der Grad der Verschüttung ist allerdings extrem unterschiedlich. Allerdings gelingt es vielen Führungskräften immer wieder auch hochmotivierte Menschen immer wieder zu demotivieren und damit auch immer wieder zu frustrieren. Und hier schließt sich der Kreis: diese Führungskräfte stellen nicht die richtigen Fragen: sich selbst nicht und damit sind sie auch nicht in der Lage diese Fragen für ihr Unternehmen zu stellen. Damit bleiben viele Führungskräfte weit hinter den eigenen Möglichkeiten und in Folge natürlich auch die Unternehmen.

"Geld verdienen" ist keine nachhaltige Antwort auf die "Warum"-Frage

Die erste Frage, die Führungskräfte sich selbst und damit auch Unternehmen stellen müssen ist die Frage nach dem „Warum“? Und zwar nicht auf der Sachebene, denn die ist in der Regel klar definiert über Produkte, Umsatzziele etc. pp. Nein, es geht um die Gefühlsebene. Es geht um das „Warum“ welches das Unternehmen oder eben die Führungskraft als Mensch im innersten zusammenhält „Warum tue ich, was ich tue?“, „Was hält mich im innersten zusammen?“ Das sind die wirklich bedeutenden Fragen. Im Leben jedes Einzelnen und für Unternehmen.

Der amerikanische Dichter Walt Whitman hat es folgendermaßen beschrieben: „Ich und mein Leben ... die immer wiederkehrenden Fragen, der endlose Zug der Ungläubigen, die Städte voller Narren. Wozu bin ich da? Wozu nützt dieses Leben? Die Antwort. Damit Du hier bist. Damit das Leben nicht zu Ende geht. Deine Individualität. Damit das Spiel der Mächte weiterbesteht und Du deinen Vers dazu beitragen kannst.« 

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Selbstverständlich sollen Unternehmen Umsatz machen und Geld verdienen. Das ist überhaupt keine Frage! Aber wenn „Geld verdienen“ der einzige Sinn und Zweck eines Unternehmens ist, dann wird es schwer, Menschen auf Dauer für diesen Sinn und Zweck zu begeistern. Noch schlimmer: es kommt in der Regel nichts Gutes dabei heraus. Als Beispiel sei der Cum-Ex Skandal aus 2017/2018 genannt. Eine lange Liste zu erstellen, dürfte sich in diesem Zusammenhang erübrigen, denn ich bin sehr sicher, dass jedem Leser sofort genügend Beispiele einfallen. 

Was ist also Dein ganz persönliches „Warum“? Eine Frage, die sich jeder Mensch stellt. Warum tust Du, was Du tust? Wer führen will, muss diese Frage kurz und klar beantworten können. Denn nur wer weiß warum er etwas tut, der weiß auch wo er hin will. Und nur wer weiß, wo er hin will, der kann andere mitnehmen. Eine Haltung kann nur haben, wer sein „Warum“ kennt. Wer kein „Warum“ hat, hat auch keine Haltung.

Im Nachhinein ist das übrigens der Grund, warum ich vor einigen Jahren meinen hochgezahlten Job im Krisenmanagement der Finanzdienstleistungsbranche gekündigt habe: es fehlte das tragende „Warum“. Kurz vor meiner Kündigung hatte ich noch ein Konzept geschrieben, wie durch ein tragendes „Warum“ ein Neuanfang in einem bestimmten Finanzdienstleistungssegment gelingen könnte. Die Idee wurde leider durch alte Stratgien in neuen Gewändern und neuen Vertriebsstrategien ersetzt, was am Ende das komplette Verschwinden eines ehemaligen Marktführers zur Folge hatte. Ob ein tragendes „Warum“ noch Rettung gebracht hätte, kann ich natürlich nicht beantworten, bezweifle es aber stark, da zu diesem Zeitpunkt das sprichwörtliche Kind schon im Brunnen unterwegs war … Ein Los, welches noch viele Finanzdienstleistungsunternehmen treffen wird, so lange ihr „Warum“ einzig und allein das „Geld verdienen“ ist. „Geld verdienen“ ist eine Folge, aber nie der Grund.

„Hat man sein „Warum?“ Des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem „Wie?“ Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung

Wer Menschen überzeugen will, muss ihre Herzen gewinnen

Es wäre zu einfach, jetzt auf gemeinnützige Organisationen zu verweisen, denn jedem dürfte das „Warum?“ Klar sein und auch, warum dort Menschen freiwillig ohne Lohn arbeiten. Also etwas schwerer: Die Deutsche Bahn. Was ist der Sinn, dass „Warum“ der Bahn? Auf der Internetseite findet sich als „Warum“ „Wir gestalten Fortschritt und Zukunft“. Weiterhin findet sich zu diesem Slogan (Achtung: Kein Claim! Das ist etwas Anderes!) Folgende Erklärung: „Die weiterentwickelte Strategie DB2020+ mit dem verstärkten Fokus auf Qualität bildet den Kern des Leitbildes. Richtschnur bleibt dabei weiterhin der Nachhaltigkeitsansatz als strategischer Rahmen, mit der Zielsetzung, den Einklang der Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie zu erreichen.“

Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber erreicht sie auch die Herzen? Ich habe auf dieses Leitbild vermeintlich zuerst mit dem Verstand reagiert. Frei nach dem Motto „Ja, klingt gut. Ökologie … Dimensionen … Einklang … ja, doch … finde ich gut!“ Mein Herz hat in der Zeit kurz geblinzelt, gegähnt und sich wieder schlafen gelegt. Aus einem einfachen Grund: hier wird das „Warum“ nur kurz gestreift und zu Gunsten des „Wie“ so stark verwässert, dass es nur noch zu homöopathischen Zwecken taugt. 

Das Gegenbeispiel zum Vergleich der amerikanische Luftfahrtkonzern „Boeing“: „Connect, Protect, Explore and Inspire the World through Aerospace Innovation“ Das klingt schon wesentlich konkreter! Und vor allem ist hier nicht nur von Transpiration die Rede, sondern auch von Inspiration. Und noch etwas kommt erschwerend hinzu: Beim Bahnkonzern muss man auf der Webseite schon eine Weile suchen, um zu diesem Ergebnis zu gelangen, bei Boeing gibt es einen Reiter auf direkt auf der ersten Seite. Und noch etwas: der Boeing Claim hat direkt etwas mir dem Geschäft von Boeing zu tun. Er könnte nicht für die Bahn stehen, denn diese ist ja bekanntlich nicht in der Luftfahrt unterwegs. Umgekehrt ist es schon anders. Der Bahnslogan könnte für ziemlich viele Unternehmen stehen. Wer für vieles steht, steht für nichts und hat auch keine Antwort auf die „Warum“ Frage. Als bekennende Bahnfahrerin finde ich das natürlich ausgesprochen schade. Denn der Ansatz ist ja schon da, leider fehlt aus meiner Sicht der letzte Funken Mut bzw. Konsequenz in der Umsetzung. Und genau das ist der Funke, der überspringen muss … Im Unternehmen und vor allem in der Führung. 

Egal ob ein nun Boeing oder die Bahn: jede Führungskraft muss für sich die „Warum“ Frage geklärt haben und die Klärung für das Unternehmen wird zwangsläufig folgen. Anders herum ist es natürlich einfacher, aber wo bleibt denn da die Herausforderung? Eine bemerkenswerte Haltung zeigt sich erst, wenn es schwierig wird. Daran erkennt man einen Natural Leader. 

Wer Lust hat, die ersten Schritte in diese Richtung zu machen: einfach beim offenen Natural Leadership Basic Seminar – Seminar für Führungskräfte und starke Persönlichkeiten – anmelden. Hier geht’s zu den Terminen!

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