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Neid ist eine Form von Anerkennung … Eben nicht!

Neid ist eine Form der Anerkennung ... Eben nicht!

Gleich und gleich gesellt sich gern, keine Frage. Allerdings sind einige unter den Gleichen dann doch besser als die Anderen, mit dem Ergebnis, dass wir Anderen gern mal neidisch sind. Hinter vorgehaltener Hand versteht sich. Und natürlich auch nur mit gleichgesinnten Neidern … Warum verdient der Depp mehr als ich? Warum kriegt die blöde Kuh die Beförderung und ich nicht? Das kann doch nicht angehen … Machen wir uns nichts vor: wir sind neidisch. Mal mehr und mal weniger. Aber warum ist das so und warum ist Neid mal förderlich und mal nicht?

Erfolg ist sichtbarer als Misserfolg

Fangen wir doch einfach mal bei den allgemein bekannten Geheimnissen in Unternehmen an: beim Gehalt. Klar hat fast jeder Arbeitnehmer eine Klausel in seinem Vertrag in der steht, dass er nicht über die Höhe seines Gehaltes sprechen darf. Soweit zu den Formalitäten. Denn mehr ist die Klausel nicht. Es wird sich zwar nur mit verschwörerischer Miene und unter strengsten Geheimhaltungsvereinbarungen ausgetauscht, aber es wird sich ausgetauscht. Und das auf allen Ebenen. Natürlich gibt das Anlass zu Neid. Erstaunlicherweise aber nicht in Richtung Geschäftsführung oder Vorstand, wo in der Regel mehr als das hundertfache im Vergleich zum einfachen Arbeiter gezahlt wird, nein, auf der gleichen Ebene oder eine Ebene höher setzt das Gefühl ein, das uns gelb werden lässt.

Neid trifft die, die auf gleicher Ebene unterwegs sind

Dabei spricht die Forschung dagegen: Forscher der Harvard Business School haben dazu in 40 Ländern mehr als 50 000 Angestellte befragt. Ergebnis: Das 4,6-Fache Gehalt eines ungelernten Arbeiters wäre für einen Vorstand absolut akzeptabel … Dabei beziehen deutsche Geschäftsführer durchschnittlich das 150-fache … Laut der Studie müsste eine riesige Neiddebatte in deutschen Unternehmen geführt werden. Wird sie aber nicht. Es wird sich massenhaft über Harz 4 Empfänger aufgeregt, die auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben führen, aber über Steuerhinterziehungen einzelner Großverdiener ist man recht schnell hinweg. Dabei stehen die Beträge in keinem Verhältnis und auch nicht der Luxus in dem man mit ihnen schwelgen kann …

Wenn Du etwas sagst, wiederholst Du nur, was Du sowieso schon weißt.

Das liegt vor allem daran, dass wir neidisch werden, wenn es uns betrifft bzw. Wir eine Verbindung zum Neidobjekt herstellen können. Bei einem Vorstandsvorsitzenden, kann der Otto-Normalverbraucher dies in der Regel nicht. Beim Harz 4 Empfänger sieht das schon anders aus. Noch viel näher ist ihm dann allerdings der Otto-Normal-Kollege, der den gleichen Job macht und auf unerklärliche Weise plötzlich befördert wird … Der Sozialpsychologe Jan Crusius beschreibt es in einem Gespräch mit der Zeitschrift „Spektrum“ wie folgt :“Neidisch werden wir, wenn wir uns mit einer anderen Person vergleichen und dabei feststellen: Sie ist uns überlegen in dem, wie sie ist, was sie besitzt oder erreicht hat. Besonders schmerzhaft wird es dann, wenn wir unser Gegenüber als besonders ähnlich wahrnehmen und die entsprechenden Ziele eine hohe persönliche Relevanz für uns bestitzen.“ Mit anderen Worten: Wenn wir denken, dass wir das auch könnten, dann ist die Neidgefahr am größten.

Bevor ein Anderer gewinnt, lassen wir lieber alle verlieren

Und wenn wir dann erst einmal gelb anlaufen, dann hält uns auch nichts mehr. Dann werden wir blöd. Auch das ist mittlerweile sehr gut erforscht. Beispielsweise durch den britischen Forscher Daniel Zizzo von der University of Oxford. Dieser lies vier Spieler um Geld spielen. Die Gewinne bestimmte ein Zufallsgenerator und die Teilnehmer konnten selbst entscheiden, wieviel Geld sie pro Runde setzen wollten. Was die Teilnehmer nicht wussten: Zizzo bevorteilte einen oder mehrere Spieler, die somit mehr Geld gewannen als die Anderen. Wir können uns unschwer vorstellen, dass das die benachteiligten Spieler irgendwann ärgerte. Das nutzte das Forscherteam um Zizzo aus und bot diesen Spielern an, dass sie einen Ausgleich schaffen könnten. Sie müssten einen Teil ihres Gewinns hergeben aber die Gewinner würden dann eben nicht mehr gewinnen. Zwei Drittel der Benachteiligten nutzten dieses Angebot! Lieber gingen die Teilnehmer mit weniger Geld nach Hause, als den anderen höhere Gewinne zu gönnen … Nette Erklärungsversuche beschreiben das Ganze mit einem gewissen Gerechtigkeitssinn, was aber nicht darüber hinweg täuschen darf, dass es eben auch sehr viel mit Neid zu tun hat. Wir kreieren lieber eine Lose-lose-Situation bevor wir andere gewinnen lassen …

Wenn Du etwas sagst, wiederholst Du nur, was Du sowieso schon weißt.

Grundsätzlich kann Neid auch ein starker Motivator sein. Frei nach dem Motto: Das will ich auch! Funktioniert in vielen Fällen auch ganz gut. Allerdings kann diese Idee auch nach hinten losgehen. Daher ist es gerade im Führungsalltag extrem wichtig zu schauen, wo, wann und warum Neid entsteht bzw. Entstehen kann. Und natürlich auch immer die Folgen abzuwägen, ohne das Ganze zu bewerten. Es gibt Menschen, die motiviert Neid. Und es gibt Menschen, die demotiviert Neid. Das ist weder gut noch schlecht. Es ist wie es ist. Nur wer akzeptiert, was ist, kann auch mit Neid umgehen und erfolgreich arbeiten.

Übrigens: selbst Affen demotiviert es, wenn ihre Kollegen eine bessere Belohnung für die gleiche Aufgabe bekommen. Forscher haben Affen für eine bestimmte Aufgabe immer ein kleines Stück Gurke als Belohnung gegeben und die Primaten waren mit Feuereifer bei der Sache. Irgendwann haben dann die Kollegen im Nachbarkäfig für die gleiche Aufgabe eine Weintraube bekommen. Die Gurkenfraktion hat das eine Weile beobachtet und dann ziemlich schnell die Arbeit eingestellt. Es scheint so, als läge Neid durchaus in der Familie …

 

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