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Persönlichkeit: Die Summe unserer Erfahrungen

Persönlichkeit: Die Summe unserer Erfahrungen

Was sind eigentlich Erfahrungen? Erfahrungen entstehen aus dem persönlichen Erleben. Im Prinzip sind wir die Summe unserer Erfahrungen. Soweit so klar. Darüber tauschen wir uns auch sehr gern aus. Und wir freuen uns, wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, damit wir im gleichen Atemzug unsere Erfahrungen mit denen unseres Gegenübers abgleichen können. Dabei entstehen in der Regel sehr angenehme Gespräche, die uns allerdings keinen Deut weiterbringen. Aber hierzu später.

Wenn wir also grundsätzlich die Summe unserer Erfahrungen sind, dann sollte eine Selbsteinschätzung ja im Prinzip recht einfach sein. Warum also rennen so viele Menschen da draußen in der Welt rum, die ganz offensichtlich an maßloser Selbstüberschätzung leiden. Ein Grund, warum wir uns oft selbst nicht verstehen, ist, dass viele Erfahrungen, die unsere Persönlichkeit bestimmen, uns einfach nicht bewusst sind.

 

Erfahrungen prägen uns: die Positiven und die Negativen!

Jetzt im Buchhandel: Montags muss ich immer kotzen – Erste Hilfe gegen Arbeitsübelkeit

Einige oft sehr prägenden Erlebnisse liegen weit zurück in unserer Kindheit und Jugend und doch beeinflussen sie uns weit mehr als uns lieb oder bewusst ist. Nun kann und will dieses Buch keine Psychoanalyse leisten. Hier soll es nur darum gehen, wie unsere Schul-, Studien- und Ausbildungszeit uns beeinflusst und die Weichen für unseren späteren Weg stellt. Auch erste Erfahrungen in der Arbeitswelt beispielsweise direkt nach dem Studium gehören dazu.

Je nachdem, welche Erfahrungen wir in der Schule gesammelt haben, sind wir von Institutionen schon zu einem frühen Zeitpunkt ernüchtert oder begeistert. Wichtig ist – egal, welche Erfahrungen wir in einem Ausbildungssystem gesammelt haben, in einer Sache ist sich die Forschung einig: In der Schulzeit prägt sich ein erheblicher Teil unserer Persönlichkeit. Daher lohnt es sich für jeden, zu überlegen, was er in der Schule, mit Mitschülern, Lehrern, Eltern und Familie in dieser Zeit so alles erlebt hat und wie es ihm dabei ergangen ist. Diese Erfahrungen sind heute ein Teil unserer Persönlichkeit.

 

Wir lernen nicht durch Fakten. Wir lernen durch Nachahmung!

In meiner Coachingpraxis erlebe ich es immer wieder, dass Klienten Reaktionsmuster bewusst werden, die sie in ihrer Jugend bereits entwickelt haben. Beispielsweise habe ich eine ältere Führungskraft im Coaching, die lange Zeit aus ihrer Position heraus geführt hat und sich dadurch natürlich häufig unbeliebt gemacht hat. Unzufriedenheit und Krankenstand waren in dieser Abteilung entsprechend hoch und so wurde ihr ein Coaching verordnet. Am Anfang war es tatsächlich sehr holperig, da der Klient überhaupt nicht verstand, was er bei mir sollte. Bis wir darauf kamen, dass er in der Schulzeit verinnerlicht hatte, dass man Autoritäten zuzuhören hat und zu machen hat, was sie sagen. Bei ihm fing die Erlebniskette in der Schulzeit mit einer sehr strengen Grundschullehrerin an und reichte bis in seine ersten Berufsjahre mit einem extrem autoritären Chef. Da ist es nicht weiter erstaunlich, dass er ein entsprechendes Verhalten von seinen eigenen Mitarbeitern erwartete und einforderte. Diese wiederum waren natürlich nicht wirklich begeistert.

Auch wenn wir es gerne hätten: Menschen lernen am wenigsten durch theoretische Fakten. Wir lernen am meisten durch Nachahmung. Kinder imitieren ihre Eltern und/oder andere Vorbilder. Wir schauen uns unser Verhalten von unseren Bezugspersonen ab.

 

Wir lernen durch Nachahmung. Nicht durch Fakten.

Es macht daher durchaus Sinn, wenn wir uns die Vorbilder und Bezugspersonen unserer Kindheit, Jugend und auch unserer ersten Arbeitsjahre entspannt zu Gemüte zu führen. Und mit „Vorbilder“ meine ich nicht die, die wir auf einen Sockel gestellt haben und die wir toll fanden. Ich meine die, die da waren. Die Guten und die Schlechten. Das doofe an der Sache ist, wir haben uns auch die Muster von den Schlechten abgeguckt und unbewusst übernommen. 

Viele Eltern kennen den Mechanismus bzw. haben es schon einmal am eigenen Leib erlebt. Eigentlich wollten sie eine bestimmte Verhaltensweise oder vielleicht eine bestimmte Formulierung der eigenen Eltern auf gar keinen Fall übernehmen. Und auf einmal kommt eine Situation, in der wir uns genauso verhalten wie unsere Eltern. In Großbritannien gibt es dazu einen schönen Spruch: „Sometimes I open my mouth and my mother comes out“. So ist das. Manchmal machen wir den Mund auf und unsere Eltern sprechen durch uns - aber nicht nur unsere Eltern, unsere Lehrer, unsere ersten Chefs und auch die ersten Kollegen, an denen wir uns orientiert haben.

 

Am intensivsten lernen wir, wenn etwas neu für uns ist

Ein weiteres Beispiel aus meiner Coachingpraxis ist ein junger Unternehmer, der immer wieder Probleme mit seinen Mitarbeitern hatte. Es war ihm unverständlich, denn er bemühte sich um seine Mitarbeiter und machte sich sehr viele Gedanken. Daher lag die Vermutung schon nahe, dass es tatsächlich an den Mitarbeitern liegen könnte. Es sah auch so aus bis wir uns mit seinen ersten Führungserfahrungen beschäftigt haben, eben mit seinem ersten Chef während seiner Ausbildung. Erste Führungserfahrungen sind nicht, wie viele meinen, wenn man selbst das erste Mal führt. Erste Führungserfahrungen sammeln wir durch Beobachtung. Und am intensivsten beobachten wir, wenn etwas neu für uns ist. 

Mein Jungunternehmer hatte mit seinem ersten Chef kein Glück. Er war ein machtorientierter Sprücheklopfer, den nur interessierte, ob seine Mitarbeiter funktionierten. Wenn nicht, dann gab es Druck. Unbewusst hatte mein Klient dieses Muster übernommen und immer, wenn es stressig wurde, kam es zum Vorschein. Um solche Muster zu ändern, muss man diese überhaupt erst einmal bemerken. Das ist nicht so einfach, wie es zunächst scheint, glauben wir doch, dass wir Verhaltensweisen nicht unreflektiert übernehmen. Das ist leider ein Trugschluss. Bei schweren psychischen Störungen ist uns das klar, aber bei unseren alltäglichen Verhaltensweisen meinen wir, es wäre nicht so. Erstaunlich, oder?

 

Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen!

Spannend in diesem Zusammenhang sind auch die Erfahrungen, die wir als Kinder mit der Arbeitswelt gemacht haben. Eine Welt, die wir uns zu dem Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen konnten. Der einzige Kontakt, den wir zu ihr hatten, war über unsere Eltern. Mal darüber nachgedacht? Wie haben unsere Eltern beim Abendbrot von ihrer Arbeit berichtet? Waren sie gestresst? Haben sie von unfähigen Chefs erzählt? Oder waren sie selbstständig und waren immerzu mit dem Betrieb beschäftigt? Hatten wir den Eindruck, dass ihre Arbeit Quälerei ist? Oder gab es da noch mehr? 

Und dann ist da noch unsere Arbeit selbst. Welche Erfahrungen haben wir über die Jahre mit ihr gemacht? 

 

Die gute Nachricht: Verhaltensmuster können wir ändern

Es lohnt sich darüber einmal in Ruhe nachzudenken, denn wir sind die Summe unserer Erfahrungen. Das doofe daran: Es ist uns meistens gar nicht bewusst. Wer kann sich schon bewusst daran erinnern, welchen Eindruck er als Kind von der Arbeitswelt der Eltern gewonnen hat? Oder wem ist klar, dass der erste Chef in der Regel am prägendsten war, ob wir wollten oder nicht… Um nicht durch unbewusste Erfahrungen in die Montagsübelkeit getrieben zu werden, müssen wir also erst einmal schauen, was war. Dann sind wir vielleicht in der Lage etwas an unsere Situation zu verbessern. Erlernte und übernommene Verhaltensmuster sind eben eines: erlernt. Die gute Nachricht: Wir können jederzeit neue Verhaltensmuster lernen und neue Erfahrungen machen. Die schlechte Nachricht ist, dass unerwünschte Erfahrungen nicht einfach gelöscht werden können. Das neue Lernen, das Machen anderer wünschenswerterer Erfahrungen ist ein mühsamer Prozess. Doch er lohnt sich.

 

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