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Sch ….Job: Wenn der Traumjob zum Albtraum wird …

Sch ….Job: Wenn der Traumjob zum Albtraum wird …

„Du musst nur einen Beruf finden, den Du liebst, und Du musst keinen Tag mehr arbeiten …“ Wenn ich solche Sprüche höre, dann wird mir schlecht! Verstehen wir uns nicht falsch: ich liebe meinen Job, aber es gibt Tage, da mache ich ihn nicht so gern. Und es gibt Aufgaben, die finde ich auch weniger liebenswert. Warum wird der Traumjob eigentlich irgendwann zum Albtraum? Es beginnt in der Regel doch alles immer so verheißungsvoll… Ein Auszug aus "Montags muss ich immer kotzen! Erste  Hilfe gegen Arbeitsübelkeit!"*

Ein Problem sind unsere Erwartungen! Diese haben in der Regel mit der Realität wenig zu tun. Beispielsweise hat sich ein Jurist vermutlich nicht durchs Studium gequält, um später als Firmenanwalt Vertragstexte zu prüfen, welche von einer überteuerten externen Kanzlei erstellt wurden. Als juristischer Lektor zu fungieren, war sicher nicht der Traum, der ihn durchs Studium getragen hat. Kein Zimmermannslehrling ist begeistert, wenn er eine Trockenbauwand nach der anderen hochziehen muss und Lackierergesellen rasten auch nicht aus vor Glück, wenn ihr täglich Brot die Flächengrundierung von Flugzeugen ist. Das mag anspruchsvoll sein, aber tagein tagaus ist es vor allem eines: langweilig!

Viele, die schon länger im Job sind, belächeln die Vorstellungen von jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bezug auf die Arbeitswelt, in die sie eintreten werden. Immer wieder hört man Erwachsene sagen, dass die Schulzeit die beste Zeit sei. Es gäbe nie wieder so viel Freizeit und so viele Möglichkeiten etwas zu tun, was einem Spaß macht. Doch das stimmt so nicht. Es sei denn, wir sprechen von der Grundschule… Wir verklären die Schulzeit schlicht und ergreifend im Rückblick genauso, wie wir die Arbeitswelt als Schüler als Land der unbegrenzten Möglichkeiten gesehen haben - das Land, in dem Entscheidungsfreiheit winkt. Als Jugendliche waren wir nämlich der Meinung, dass wir, wenn wir erst einmal arbeiten, endlich frei sind. Wir könnten unsere eigenen Entscheidungen treffen und wären nicht mehr von Mama und Papa abhängig. Wir hätten unser eigenes Geld in der Tasche und davon natürlich so viel, dass wir uns kaufen könnten, was wir wollten. Das wir dann mehr Zeit mit Arbeiten verbringen müssten, schien uns ein angemessener Preis zu sein. Niemand hat uns darauf vorbereitet, was uns wirklich erwartet. Niemand hat uns auf die Routine immer gleicher Aufgaben vorbereitet. Wir wurden nicht gewarnt vor Arbeitsdruck, miesen Kollegen und cholerischen Chefs. Mit etwas Glück erfährt man als Jugendlicher vielleicht, welche Qualifikationen und Kompetenzen ein Job verlangt, aber kaum jemand erzählt einem, wie sich der angeblich so verheißungsvolle Traumjob im Alltag wirklich anfühlt.

Wenn Alltag auf Traumvorstellung trifft ...

Auch nicht die Medien: In den Medien fungieren Berufe eher als Mittel zum Zweck. Sie dienen in der Regel den Handlungssträngen, einer Dramaturgie, die uns mitreißen soll, damit wir auch die Werbepausen überstehen. Berufsdarstellungen sind Einschaltquoten-orientiert. Damit dürfte klar sein, auf welche dramaturgischen Inhalte sich die Darstellungen beschränken: den Versager oder den Helden. Um diese beiden Extreme zu nutzen, bedienen sich die Medien extremer Situationen, die im tatsächlichen Berufsalltag eher selten und vor allem nicht in dieser Konzentration vorkommen. Keine Krankenhaus-Notaufnahme hat täglich Katastrophenalarm, kein Anwalt paukt jeden Tag Unschuldige aus einer Mordanklage und kein Wissenschaftler liefert alle paar Wochen bahnbrechende, wissenschaftliche Erkenntnisse. 

Wäre schön, ist aber nicht so. Der Alltag ist in der Notaufnahme eher geprägt von Grippe-Epedemien, Blasenentzündungen am Wochenende, ganz normalen Knochenbrüchen und immer mal wieder ein Herzinfarkt. Dazu kommen 48-Stunden-Dienste, Unterbesetzung und Leistungsbezahlung wie in einem Wirtschaftsunternehmen. Davon haben Der Landarzt und Greys Anatomie den jungen Medizinstudenten nicht berichtet. Okay, von den Überstunden vielleicht, aber da waren dann ja auch die gut aussehenden Oberärztinnen und -ärzte… Und auf einmal trifft Realität auf Vorstellung. Dann wird klar: Nicht jeder Oberarzt ist gutaussehend. Und die genialen Koryphäen auf ihrem Gebiet, die einen unter ihre Fittiche nehmen, gibt es auch nicht wie Sand am Meer. Die meisten erwischen einen ganz normalen Menschen mit ganz normalen Stärken und Schwächen als ersten Chef. 

Es ist vollkommen normal, dass die berufliche Realität anders aussieht, als man das in seinen jugendlichen Vorstellungen gedacht hat. Kein Problem für die Durchmogler, aber diejenigen, die echte Erwartungen hatten, die vielleicht einen Traum davon hatten, wie der Beruf sie einmal erfüllen würde, die sind enttäuscht. 

Für normale Vorgesetzte und menschliche Chefs gilt das sogar noch mehr. Wir wollen immer supertoll! Wir wollen das absolute Maximum. Zumindest wird uns das gerne von den Medien und dem eigenem Umfeld suggeriert. Dagegen spricht auch gar nichts, aber das absolute Maximum ist die Ausnahme - nicht die Regel.

Der Weg ist das Ziel

Kein Wunder, dass gerade junge Leute montags häufig Brechreiz kriegen und diesen dann Zeit ihres Berufslebens nicht mehr loswerden. Währet den Anfängen! Grundsätzlich ist es sinnvoll Berufsanfängern ehrlich zu erklären, was sie erwartet. Die Frage ist: Wer sollte das tun? Eltern, Kollegen und Vorgesetzte. Das bedeutet übrigens nicht, dass wir nicht mehr träumen und nach hohen Idealen streben sollen. Im Gegenteil! Es muss uns einfach klar sein, dass das höhere Ziel, das wir verfolgen, eben verfolgt werden muss. Es ist nicht sofort da. Und wir müssen lernen, auf dem Weg glücklich zu sein. Manchmal stehen wir eben am Skilift an, fallen zwei bis fünfmal aus dem Schlepplift und wenn wir oben angekommen sind, dann genießen wir die Aussicht und die Abfahrt… Und dann stehen wir wieder am Lift und freuen uns auf die nächste Abfahrt. So ist es im Job. Manchmal dauert es einfach ein bisschen bis zur nächsten Abfahrt.

Doch was tun? Einfach alle Wünsche und Erwartungen streichen? Keinen Anspruch mehr haben? Nein. Doch wir können unsere Erwartungen hinterfragen. Wir können versuchen, realistische, kleine Ziele ins Auge zu fassen. Glück und Zufriedenheit bestehen aus der Kunst der kleinen Schritte.

Erstaunlich, oder? Wenn wir genauer überlegen, was wir wollen und vor allem genau hinterfragen, wo uns Erwartungen aufgedrängt werden und wo wir sie wirklich selbst entwickeln, können wir so manche Enttäuschung vermeiden. 

Und hier noch ein Tipp an alle Chefs und Arbeitskollegen: Gehen Sie behutsam mit Berufseinsteigern gerade von den Hochschulen um, die darauf brennen, sich in eigenen, wenn möglich internationalen Projekten auszutoben. Klären Sie die Erwartungen. Der emotionale Absturz kann vermieden werden, wenn man frühzeitig weiß, woran man ist. Und noch ein Tipp an Stellenanzeigenverfasser: Es lohnt sich, eine Stelle realistisch zu beschreiben. Die Wahrscheinlichkeit jemanden zu finden, der wirklich auf die Stelle passt und nicht an Montagsübelkeit erkrankt, ist wesentlich höher. 

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