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Warum arbeitest Du eigentlich Teil 3

Warum arbeitest Du eigentlich Teil 3

Warum arbeitest Du eigentlich? Eine Frage, die uns alle umtreibt. Im ersten Teil dieser Serie ging es um das Thema "Zughörigkeit" (den Beitrag findest Du hier), im zweiten Teil um "Anerkennung" (den Beitrag findest Du hier), aber das ist längst noch nicht alles, denn die Antwort auf diese einfache Frage ist ungemein komplex.

Jeder Mensch möchte sich einbringen, gestalten und seine Kreativität entfalten. Entfaltung, Gestaltung und die Entwicklung der eigenen Kreativität sind menschliche Grundbedürfnisse deren Befriedigung wir in unserer Arbeit suchen. Diese These bedeutet zunächst einmal vor allem eines: Jeder Mensch ist kreativ. Eine Behauptung, die manchem vielleicht etwas zu gewagt daher kommt. Und auch bei mir fängt das nervöse Lidzucken am rechten Auge immer wieder an, wenn ich diese These in meinen Seminaren kund tue. Denn ich kenne die erste Reaktion: naja, jetzt dreht sie völlig durch ...

Selbstverständlich kennen wir alle Menschen, die sind noch langweiliger als eine Tasse Mehl. Und wir kennen auch solche – wenn wir es nicht sogar selbst sind – die sind künstlerisch noch eine ganze Ecke unbegabter als ein Sack Kartoffeln. Ja, das ist richtig. Aber Kreativität und die Lust bzw. der Wille nach Gestaltung und Entfaltung hat nicht, wie wir gemeinhin glauben, in erster Linie etwas mit Kunst im malerischen Sinne zu tun. Albert Einstein war extrem kreativ auf seinem Fachgebiet. Okay werden viele denken Albert Einstein ist die Ausnahme aber diese Annahme ist falsch. Jeder Wissenschaftler ist kreativ, jeder Lehrer der seinen Unterricht gestaltet, jede Hausfrau, die ein neues Gericht aus Resten zaubert und jeder Landwirt, der an einer neuen Möglichkeit für artgerechte Tierhaltung tüftelt, ja selbst Sachbuchautoren und Blogger sind es von Zeit zu Zeit ;)

Kreativität ist Schaffensfreude

Bei Wikipedia findet sich folgende Definition: “Kreativität ist allgemein die Fähigkeit, etwas vorher nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu kreieren. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht. Der Begriff „Kreativität“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen schöpferisch zu sein, was wiederum auf seinen Ursprung aus dem Lateinischen zurückgeht. „Creare“ bedeutet übersetzt „schöpfen“. Das Schöpferische im Menschen wird deswegen meist mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der darstellenden Kunst verbunden.“

Diese Definition deckt sich sicherlich mit der landläufigen Meinung über Kreativität, aber wie so häufig deckt sie nur einen ganz kleinen Teil des Ganzen ab, hat aber den Anspruch alles zu umfassen ...

Kreativität ist viel mehr als „nur“ umwerfende Bilder zu malen, atemberaubende Statuen zu erschaffen oder hinreißende Musik zu komponieren. Und auch der Teil in dem es um etwas nicht da gewesenes Originelles und beständig Neues geht widerspricht schon dem eigentlichen Wortstamm. Denn wenn Kreativität tatsächlich von „creare = schöpfen“ stammt, dann muss die Frage erlaubt sein: Woraus denn schöpfen? Aus dem Nichts kann man nichts schöpfen ... Aber genau das wird eben gemeinhin angenommen. Und so entsteht ein Mythos, dass aus dem Nichts Neues erschaffen wird. Kein Wunder, dass so viele Menschen so ehrfürchtig vor kreativem Tun stehen und nichts anderes denken können als „Das könnte ich nie. Ich bin eben nicht kreativ.“ Das ist meiner Ansicht nach Quatsch! Denn wo man etwas schöpfen kann, da ist in aller Regel vorher etwas hinein gelangt! Aus einem Brunnen wird Wasser geschöpft und das ist dort auch irgendwie hineingelangt. Am besten funktioniert eigentlich der Vergleich mit einem Suppentopf aus dem Suppe geschöpft wird. Die einzelnen Zutaten kamen ja auch irgendwie in den Topf. Und irgendwie wurde dann eine Suppe daraus ...

Neues entsteht immer aus Vorhandenem

Im Prinzip geht es darum die eigene Kreativität zu finden und auszubauen. Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis ich erkannt habe, dass meine kreative Begabung weder im Schreiben von Geschichten noch im kreieren von Werbekampagnen liegt, sondern in der neuen Zusammenstellung Darstellung und der Aufbereitung von wissenschaftlichen Fakten. Rainer Holm-Hadulla, Professor für Psychotherapeutische Medizin, sagte 2013 in einem Zeitinterview: „Alles ist schon einmal gedacht worden. Es gibt keinen Künstler, der etwas aus dem Nichts schafft, selbst so große Revolutionäre wie Pablo Picasso nicht. Er hat in langem, ritualisiertem Üben eine Menge von künstlerischen Formen erlernt und dann mit seiner souveränen Technik das Neue aus dem Alten entbunden. Neurobiologisch gibt es keinen Cocktail ohne gute Zutaten, das heißt: Ohne gespeichertes Wissen entstehen keine neuen und brauchbaren Kombinationen dieses Wissens.“

Kreativer Schaffensdrang beginnt schon recht früh im Kindesalter. Eltern können ein Lied davon singen. Schon in der Phase des Spracherwerbs geht es richtig rund. Und wenn zum ersten Mal Papier und Buntstifte entdeckt werden dann kennt die kreative Schaffensphase keine Grenzen. Kreativität scheint uns also in die Wiege gelegt zu sein. Vielleicht steckt schon eine erste Ahnung von Selbstwirksamkeit, die Idee selbst etwas zu erschaffen hinter diesem ersten kreativen Ausbruch. Spannend wird es dann auch, wenn erste eigene Wortschöpfungen – von denen alle Eltern berichten können – auf den Plan treten. Mein Sohn stürmte mir irgendwann im Kindergartenalter mit seinem Holzschwert mit den Worten „Jetzt verschwerter ich Dich“ entgegen. Ich fand diese Wortschöpfung unglaublich kreativ und auch in sich logisch und tue es bis heute. Wikipedia weiß in diesem Zusammenhang zu berichten, dass sich von frühester Kindheit an eine Plastizität des Gehirns (Neuroplastizität)findet, so dass sich das Organ selbst organisieren und ständig kreativ mit seiner Umwelt austauschen kann. Da schon Säuglinge Reize aus der Innen- und Umwelt wahrnehmen und aktiv verarbeiten, geht man davon aus, dass schon in sehr jungen Jahren ein Bild von der eigenen Umwelt bewusst kreiert wird.

Kreativität ist der natürliche Feind der Langeweile

Damit sind wir nun schließlich und unendlich im Gehirn angekommen. Allerdings ist die Wissenschaft hier noch nicht einmal wirklich in den Kinderschuhen angekommen. Denn kreative Prozesse lassen sich nicht so einfach einfangen. Sie sind flüchtig und vor allem sind sie nicht planbar. Dies müssten sie aber sein, damit sie im Gehirnscan sichtbar gemacht werden könnten. Eines steht jedoch auf jeden Fall schon einmal fest: Die linke rationale Gehirnhälfte und die kreative rechte sind ein Mythos. Auch wenn viele Kollegen damit noch so gern hausieren gehen. 2012 legten Forscher der University of Southern California Probanden unter den Hirnscanner. Die Aufgabe: Aus verschiedenen, vorgegebenen Formen in ihrer Vorstellung ein Gesicht zu kreieren. Das Ergebnis war eindeutig: Die rechte Hirnhemisphäre ist aktiver, aber auch die Linke ist mehr involviert als bei nicht-kreativen Aufgaben. Fazit: Kreativität braucht beide Seiten der grauen Masse zwischen unseren Ohren. Und das Ganz und Gar! Denn bei kreativen Prozessen sind die unterschiedlichsten Hirnregionen beteiligt. Aber bisher konnte keiner Region die Kreativität zugewiesen werden. Ein Kreativitätszentrum im Kopf scheint es nicht zu geben. Wie immer bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel. Diese Ausnahme ist in diesem Fall der präfrontale Cortex im Stirnhirn. Die Psychologen Arne Dietrich und Riam Kanso von der American University of Beirut kamen 2010 zu diesem Ergebnis. Das ist nicht zwingende erstaunlich, ist der präfrontale Cortex doch für relativ viele komplexere geistige Prozesse mitverantwortlich. Allerdings merkten die Forscher auch an, dass seine genaue Rolle fraglich, denn manchmal kommt die Kreativität auch ohne ihn aus.

 

Das Gehirn belohnt Kreativität mit Endorphinen

Eines ist allerdings klar: Wenn wir eine gute Idee haben, dann ist das ein gutes Gefühl. Das kennt jeder. Vielleicht hat nicht jeder sofort den Mut, die Idee auch in die Welt hinauszuposaunen, aber eine gute Idee fühlt sich auf jeden Fall schon mal gut an. Und wenn sich etwas gut anfühlt, dann ist immer unser Belohnungs-/Motivationssystem am Start. Und das macht auch Entwicklungsgeschichtlich durchaus Sinn. Jeder der sich schon mal gefragt hat, wie die Feuersteins eigentlich darauf gekommen sind Fleisch zu braten und es so für den menschlichen Organismus bekömmlicher zu machen, wird diesen Gedanken zumindest einmal nicht ganz falsch finden. Neue Ideen waren und sind der Grund für den menschlichen Fortschritt. Gepaart mit Neugier eine unschlagbare Kombination. Eine mächtige Idee in diesem Zusammenhang ist, das wir durch unsere Kreativität Selbstwirksamkeit erleben. Ich erkenne mich selbst in dem was ich tue bzw. in dem was ich erschaffe. Mein Selbst wird wirksam. Menschen wollen ihre Kreativität einbringen. Sie wollen gestalten. Prof. Dr. Gerald Hüther bezeichnet „Entfaltung und Gestaltung“ als menschliches Grundbedürfnis. Und diese Idee finden wir auch schon in der Bedürfnispyramide nach Maslow Mitte des letzten Jahrhunderts. Selbstverwirklichung bzw. Gestaltungswille setzt eines allerdings voraus: Kreativität ... Selbst wenn ich „nur“ ein Ikea-Regal zusammen baue, dann bin ich doch schon kreativ tätig, denn ich erschaffe etwas. Und wenn wir ehrlich sind, dann ist der Aufbau eines Ikea-Regals tatsächlich kein stumpfes Nachbauen, da die Anleitungen in der Regel nicht hilfreich und die Bausätze meist unvollständig sind. Und was noch dazu kommt: die wenigsten Hobbyhandwerker lesen überhaupt die Anleitung. Das mag für manche noch keine kreative Leistung sein, aber es ist der erste Schritt. Wir erinnern uns an Wikipedia: „Kreativität ist allgemein die Fähigkeit, etwas vorher nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu kreieren ...“ Selbst wenn es sich um „vorgefertigte“ Kreativität handelt, so ist doch ein kleiner eigener Funke enthalten. Und jeder will seiner Persönlichkeit, seiner Individualität uns seiner eigenen Kreativität Ausdruck verleihen. Frauen dekorieren die Wohnung und Männer tunen ihre Autos und das so individuell und kreativ wie möglich. Wir wollen unserem Inneren unserer Individualität in irgendeiner Form Gestalt verleihen. Wenn das nichts mit Kreativität zu tun hat, dann weiß ich es auch nicht ;)

Der Mensch ist ein Geschöpf, deshalb sollte er auch schöpferisch sein

Aber was ist daran nun so wichtig im Hinblick auf das Thema „Führung“. Eigentlich ist es gar nicht so schwer. Wenn wir davon ausgehen, dass es ein menschliches Grundbedürfnis nach Kreativität, Entfaltung und Gestaltung gibt, dann geht jede Form von „Abarbeiten“ und „Anweisungen ausführen“ gegen die menschliche Natur und führt im besten Falle „nur“ zu Unzufriedenheit.

Wird Kreativität und das Bedürfnis nach Entfaltung unterdrückt bzw. nicht berücksichtigt, hat dies nachweislich gesundheitliche Konsequenzen. Diese Erkenntnis ist übrigens gar nicht so neu. Schon 1976 stellte Ellen J. Langer – Professorin an der Harvard University – gemeinsm mit ihrer Kollegin Judith Rodin fest, dass mangelnde Gestaltungsmöglichkeit nicht nur fatale gesundheitliche Folgen haben können, sie können sogar ein deutlich früheres Ableben verursachen. Die beiden Wissenschaftlerinnen erforschten in ihrer Studie die Auswirkungen minimaler Kreativität auf den Alterungsprozess. Dazu unterteilten sie Bewohner von Seniorenheimen in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sollte Zimmerpflanzen pflegen. Dabei ging es nicht nur um stumpfes 2x pro Woche gießen. Es ging auch darum, den besten Platz für die Pflanzen zu finden und sie entsprechend zu pflegen. Darüber hinaus wurde die Gruppe ermutigt ihr Leben und ihre Umwelt zu gestalten. Beispielsweise sollten sie darüber entscheiden, wo sie ihren Besuch empfangen wollten und welche Filme sie sehen wollten. Der Kontrollgruppe wurde gesagt, sie bräuchte sich um nichts zu kümmern, das Personal würde alles für sie erledigen. 18 Monate später war die aktive Gruppe nicht nur vitaler, geistig fitter und gesünder, sogar die Sterblichkeitsrate war 50% (!) niedriger als in der inaktiven Gruppe. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: wird das neurobiologische Bedürfnis nach Entfaltung und Gestaltung, der Drang nach Selbstwirksamkeit nicht befriedigt, hat dies dramatische Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Und wer einigermaßen pfiffig ist und schnell 1 und 1 zusammenzählt, kann sich vorstellen, dass in den meisten modernen Jobs genau das vollkommen zu kurz kommt. Welcher Büroangestellte darf denn tatsächlich mitgestalten? Häufig dürfen sie nicht einmal die Büropflanzen aussuchen, geschweige denn gießen! Das macht nämlich die dafür zuständige Abteilung bzw. gesondert beauftragte Unternehmen ... Wer einen hohen Krankenstand in seinem Unternehmen beklagt, sollte sich im ersten Schritt einmal fragen wie viel Mitgestaltungsmöglichkeiten seine Mitarbeiter tatsächlich haben ... Und mit einfachem Blumen gießen ist es in diesem Zusammenhang nicht getan!

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