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Warum Du ein Mitläufer bist: Individualität wird überschätzt

Warum Du ein Mitläufer bist: Individualität wird überschätzt

Mitläufertum hat keinen besonders guten Stellenwert in der Gesellschaft, nicht nur in Deutschland. Wer mitläuft hat kein Rückgrat. So zumindest das gängige Vorurteil. Dabei hat Mitläufertum weniger mit Rückgrat zu tun, als mit unserer Natur. Wir sind Herdentiere und verhalten uns in Gruppen nun mal anders. Das hat jeder schon mal bei sich beobachtet, auch die, die es nicht gern zugeben.

 

Nicht schön, aber Tatsache: Wir haben immer noch 98,7% unserer Gene mit Schimpansen gemeinsam. Auch wenn der kleine Unterschied im Genmaterial im Ergebnis einen riesigen Unterschied macht, ein paar Gemeinsamkeiten bleiben. Dazu zählt auch, dass wir Zugehörigkeit suchen wie Motten das Licht. Der coole Einzelgänger, der gegen alle Widrigkeiten seine Meinung vertritt ist selten und kommt häufiger in Hollywoodfilmen vor, als im wirklichen Leben. Kein Wunder, in der Steinzeit bedeutete der Ausschluss aus der Gruppe den sicheren Tod. Heute mag es romantisch sein, mit Survival Ausrüstung von Globetrotter die Einsamkeit zu suchen, dass war es für unsere Genvererber leider nicht. Es machte also Entwicklungsbiologisch Sinn, uns zu Herdentieren zu machen.

Individualität wird allgemein überschätzt

Den individuellen Wolf holen die Wölfe

Jetzt stellt sich die Frage: Wer hat denn überlebt und seine Gene an uns weiter gegeben? Richtig, die Feuersteins, die richtig gut an ihre jeweilige Gruppe angepasst waren. Die einsamen Wölfe hat nämlich genau derselbige irgendwann geholt, oder der Hungertod. Daran hat unser Gehirn natürlich überhaupt kein Interesse. Also beschupst es uns ganz professionell. Es lässt uns nämlich annehmen, dass die Meinung bzw. die Handlungen der Gruppe unserer Meinung entsprechen!

Die Wissenschafter Harald Welzer, Michael Paulen und Christoph Herrmann haben entdeckt, dass Testpersonen die durch Mehrheitsmeinungen zuvor manipuliert wurden, im Hirnscan Muster zeigten, als wäre die Mehrheitsmeinung tatsächlich ihrer eigene Meinung … Der Versuchsaufbau war wie folgt: Den Probanden wurden zwei Bildschirmhälften gezeigt, ein dunklere und eine hellere. Sie sollten entscheiden, welche Seite heller und welche dunkler war. Vorher wurde ihnen die eindeutige Mehrheitsmeinung mitgeteilt, egal, ob das Urteil stimmte oder nicht. Tja, und die Versuchsteilnehmer passten ihre Meinung tatsächlich in der Regel an und sogar ihre Gehirne spielten mit.

Mitlaufen sichert das Überleben

Grundsätzlich ist dieses Ergebnis nicht Besorgnis erregend, denn so blöd ist dieser Mechanismus nicht. Es ist hilfreich bis überlebenswichtig aus dem Verhalten anderer Personen das eigene Verhalten abzuleiten. Wer das nicht tut, der begibt sich in Gefahr. So wie meine Freundin und ich in einem Spanienurlaub. Eines Tages gab es plötzlich tollen Wellengang. Und wir waren so begeistert, dass wir uns sofort in die Fluten stürzten. Als wir hinter der Brandung waren war mir sofort klar: Die Strömung ist zu stark. Also habe ich mich der Brandung angepasst und bin sofort wieder raus. Meine Freundin hatte weniger Glück und ist ein paar Mal mit der Brandung mitgerissen worden, hat es dann aber mit Hilfe der Rettungsschwimmer geschafft. Erst da ist uns aufgefallen, dass außer uns niemand im Wasser war … Wäre uns das vorher aufgefallen, hätten wir uns einiges erspart.

Klar, schlägt dieses Phänomen auch ins Gegenteil um. Dabei sind Massenpaniken zum Glück nicht so verbreitet, wie die Medien uns weiß machen wollen. Im Verhältnis zu den täglich statt findenden Großveranstaltungen, ist das Phänomen doch recht selten. Kritischer wird es, wenn Medien und Werbung uns vorgeben, was normal sein soll. Oder wenn in unserer Firma ein paar Leute die Stimmung nach unten ziehen. Da wird es dann schon schwieriger.

Einigkeit macht stark, aber meistens auch blind.

Wichtig ist aus meiner Sicht, sich erst einmal klar zu machen, dass auch ich selbst ein Herdentier bin. Und das ich mich daher in der Regel für individueller halte, als ich eigentlich bin. Das ist weder gut noch schlecht. Es ist wie es ist. Nur wer einen einigermaßen realistischen Blick auf grundsätzliche menschliche Schwächen hat, kann mit ihnen umgehen.

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