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Warum Erfolg unglücklich macht …

Warum Erfolg unglücklich macht …

Waaaaas? Was stimmt denn jetzt schon wieder nicht mit ihr? Erfolg soll unglücklich machen? So ein Unfug! Klar ist das im herkömmlich verstandenen Sinne Unfug! Warum es aber Sinn macht, sich über diese Aussage öfter mal Gedanken zu machen, zeigt einer unserer fiesesten Denkfehler: der Survivorship Bias.

Wie so oft, nähern wir uns der Geschichte als erstes über Wikipedia. Dort ist zu lesen: „Survivorship Bias (deutsch etwa: Überlebensirrtum bzw. Verzerrung zugunsten der Überlebenden) bezeichnet einen Fehlschluss: Da erfolgreiche „Überlebende“ im Alltag eine größere Sichtbarkeit erzeugen als erfolglose „Verstorbene“, neigt man systematisch dazu, die Erfolgsaussichten zu überschätzen. Der Survivorship Bias ist damit ein Beispiel für eine statistische Stichprobenverzerrung, die dazu führt, dass in Studien die Erfahrungen „erfolgloser“ Individuen nicht gleichermaßen berücksichtigt werden.“

Erfolg ist sichtbarer als Misserfolg

Weiter erfahren wir von Wikipedia auch, wie der Name des Phänomens zu stande kam. Im zweiten Weltkrieg wollten britische Ingenieure die Sicherheit ihrer Piloten verbessern, indem sie die Flugzeuge der zurück kehrenden Piloten an den Stellen verstärkten, an denen sie Einschusslöcher aufwiesen. Aber wie so oft im Leben ist gut gemeint nicht gleich gut gemacht. In diesem Fall sollte ich eher von „gut gedacht“ sprechen. Denn die Idee war ja okay, nur nicht die Stellen an denen sie ausgeführt wurde. Der Denkfehler war, dass die Ingenieure davon ausgingen, dass die Piloten, die abstürzten an den gleichen Stellen getroffen wurden, wie die, die zurück kehrten. Dem war aber nicht so. Es war genau umgekehrt. Abraham Wald – einer der bedeutetsten Statistiker und Wirtschaftswissenschaftler der letzten Jahrhunderts – erkannte schließlich den Denkfehler woraufhin die Flugzeuge an den Stellen verstärkt wurden, an denen die Rückkehrer nicht getroffen wurden.

Erfolg ist sichtbarer als Misserfolg

Ein weiteres schönes Beispiel sind Geldanlagen. Speziell Investmentfonds jeglicher Art … Warum? Weil Investmentgesellschaften sich immer ins beste Licht rücken. Und das machen sie nicht nur mit voller Absicht mit tollen Marketinginstrumenten, auch aus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Überlegungen im Sinne der Anleger. Sie lösen nämlich die erfolglosen Fonds irgendwann auf. Wer will schon tote Pferde reiten. Dies verfälscht aber die Statistik der Gesellschaft, denn die erfolglosen Fonds fallen aus der Statistik. Aussagekräftig wäre die Statistik nur, wenn alle jemals gemanagten Fonds aufgeführt und in Relation zu ihrer Laufzeit gesetzt wären.

Der Erfolg des einen ist nicht automatisch der Erfolg des anderen …

„Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli

Der Survivorship Bias ist übrigens die Online-Krankheit überhaupt! Nur weil wir etwas hunderte Male auf Facebook zu sehen bekommen, ist es noch lange nicht gut. Ähnlich verhält es sich auch mit Beratern, Trainern und Coaches: Leider gibt es keine gesicherten Zahlen, wieviele gescheiterte Existenzen auf einenerfolgreichen Trainer bzw. Speaker entfallen … Wer sein Geschäftsmodell auf diesem Denkfehler aufbaut mag sehr erfolgreich sein, denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber entweder ist das Ganze unseriös, weil bewusst darauf gesetzt wird, oder – und ich bin mir nicht sicher, was ich schlimmer finde – es geschieht aus Unwissenheit … Bei Beratern nicht wirklich die Beste Visitenkarte … Ein schönes Buch in dem nicht nur der Survivorship Bias beschrieben ist, ist „Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli (Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen)*

Unternehmen und ihre Führungskräfte tappen auch immer wieder gern in die Survivorship Bias Falle. Zum Beispiel versuchen sie gern die Erfolgsstrategien aus alten Tagen zu wiederholen … Zunächst spricht da auch nichts gegen, die Frage ist nur: passt die Stratgie noch in die Zeit? Denn die Zeit wird sich nicht der Strategie anpassen. Oder: passt die Strategie zu meinem Unternehmen? Es zu machen wie Apple ist so hip wie dämlich! Natürlich ist Apple ein gutes Beispiel: ein Beispiel, zum Nachdenken und zur Inspiration.

Achtung: das heißt nicht, dass wir von erfolgreichen Menschen und erfolgreichen Unternehmen nicht lernen können und sollen! Es heißt nur, dass der Erfolg des einen nicht gleich der Erfolg des anderen ist. Denn statistisch gesehen ist Erfolg ein sehr seltenes Gut! Wir sehen nur mehr Erfolge, weil jeder gern über seine Erfolge spricht. Alles andere wird dann feinsäuberlich unter den Teppich gekehrt, damit es ja keiner mitbekommt. Schade!

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