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Warum ich keine gute Führungskraft war ...

Warum ich keine gute Führungskraft war ...

In der letzten Zeit bin ich häufiger gefragt worden, wie ich zu der Idee des Natural Leadership gekommen bin. Früher habe ich immer eine Geschichte erzählt, die ich bei meinem Pferd auf der Weide beobachtet habe. Stimmt ja auch, die Geschichte gehört dazu. Ebenso gehört ein Trainer dazu, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Auch dazu gehört die Vision, Unternehmen von innen heraus menschlicher zu machen … Und einer der wichtigsten Gründe von allen: Ich selbst war lange Zeit eine echt schlechte Führungskraft …

Wie Du führst, ist wer Du bist ...

Lange Zeit habe ich gedacht, es liegt an den Anderen, an Kollegen, Mitarbeitern und an meinen eigenen Vorgesetzten. Wenn die nur endlich mal rund laufen würden, dann könnte ich mein volles Potenzial auf die Straße bringen und dann würde der Laden schon laufen. Ich hatte die besten Ideen, saß am längsten im Büro und wusste natürlich auch immer, wie welches Problem zu lösen sei. Kurz: Ich war ein Arschloch. An alle genderorientierten Leserinnen und Leser: Wenn es eine weibliche Form von Arschloch gäbe würde ich diese auch benutzen, denn dieser Ausdruck trifft einfach den Nagel auf den Kopf. Ich war keine Zicke, kein Drachen und auch keine dumme Kuh … Klugscheißerin trifft es vielleicht noch, aber da fehlt noch der Selbstherrlichkeitsaspekt. Ich wusste es nämlich wirklich immer besser und ich konnte auch alles besser. Dachte ich zumindest.

Das verkannte Genie ist oft nur eines: kein Genie!

Natürlich merkte ich mal mehr mal weniger, dass die Menschen um mich herum nicht so überzeugt von meinem Genius waren. Das fand ich natürlich unangenehm, sagte mir aber immer wieder, dass es halt an ihnen läge. Entweder waren sie in meiner Wahrnehmung schlicht minder bemittelt oder noch nicht so weit wie. Das verkannte Genie ist eben verkannt, aber ein Genie … Allerdings waren, Gott sei Dank, auch ein paar andere Stimmen in meinem Kopf aktiv. Diese merkten dann immer mal wieder an, was denn wohl wäre, wenn die Anderen nicht doof wären … Und diese Stimmen waren hartnäckig. Auch Gott sei Dank!

Mein Glück war, dass ich dann bei dem zuvor erwähnten Jürgen Lohr ein Seminar besucht habe und mir dort schlagartig klar wurde, dass es eben nicht an den Anderen lag, sondern an mir. Nicht an meinen Ideen, sondern an meiner Einstellung zu den Ideen, Wünschen, Sorgen und Nöten der Anderen. Ich habe diese nämlich nicht nur nicht gelten lassen, ich habe sie auch noch abgewertet. Für mich war das Pippifax und Killefitz. Was für eine wahrhaft bornierte Einstellung. Ich war wirklich unglaublich borniert.

Beim Führen geht es nicht um Dich ...

Inzwischen habe ich gelernt, dass jede Meinung und jede Idee ihre Berechtigung hat. Egal ob ich sie gut oder schlecht finde. Es hat einen Grund, warum Meinungen und Ideen entstehen und diesen gilt es zu sehen und anzuerkennen. Das hat mit mir, meiner Bewertung und meiner Meinung nichts zu tun. Ich kann mich natürlich entscheiden, die Ideen und Meinungen eines Anderen gut oder schlecht zu finden, trotzdem muss ich zunächst einmal akzeptieren, dass sie nicht im luftleeren Raum entstanden sind und das dahinter immer eine Persönlichkeit mit Emotionen steht.

 

Führung beginnt immer zuerst bei uns selbst

Erstens: auch extreme Meinungen und Ideen sind nicht im luftleeren Raum entstanden und, wenn keine psychischen Krankheiten vorliegen, stehen dahinter Emotionen, Bedürfnisse und Wünsche. Diese gilt es zu sehen und zu respektieren. Gut finden oder zustimmen ist etwas anderes!

Zweitens: wer sich jetzt an Extremen abarbeitet, der vergisst oder verdrängt sogar die eigentliche Botschaft, die da lautet: Es liegt nicht an den Anderen! Es liegt an Dir! Klar, unser Ego kämpft natürlich um sein Überleben und schmeißt die Extremismus-Nebelbombe. Denn so können wir verhindern, dass wir uns mal fragen müssen: Ist mein Verhalten vielleicht der Auslöser dafür, dass die Anderen doof sind? Oder mit einer etwas wissenschaftlicheren Erklärung aus der Physik: Der Beobachter bestimmt das Beobachtbare. Wenn ich also beobachte, dass die Anderen doof sind … und so weiter.

Wenn dich Idioten umzingeln, prüfe noch einmal, ob Du nicht der Idiot bist.

Bei Anderen fällt es uns in der Regel sofort auf. Zum Beispiel, wenn wir ein Streitgespräch beobachten. Wie oft denken wir „Die reden doch aneinander vorbei“ oder „Hört Ihr Euch eigentlich zu?“ Tja, nur wenn wir selbst in so einem Gespräch stecken, dann merken wir nix mehr. Oder eben, wenn wir Führungskraft sind und glauben, wir wären von Idioten umzingelt. Dann merken wir nicht mehr, dass wir häufig der Oberidiot sind, der den Haufen zu dem macht, was er ist … Wer bis hier hin durchgehalten hat und nicht schon längst ausgestiegen ist und gedacht hat, die verrückte Frau hat sie doch nicht alle, ist meiner Ansicht nach auf einem guten Weg. Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen ist der erste Schritt dazu, eine gute Führungskraft zu werden. Denn Führung hat nichts damit zu tun, die eigenen Ideen und Wünsche durchzusetzen. Führung bedeutet ander Menschen ihr Potenzial entfalten zu lassen, ihnen eine Vision zu vermitteln, der sie aus freien Stücken folgen wollen und dann zurück zu treten und ihnen bei ihrer Entfaltung zu helfen. Das ist für mich gute Führung. Als ich das erkannt hatte, hat sich mein Verhalten und damit mein Führungsstil nachhaltig verändert. Es ist inzwischen eine Reise, die mir wahnsinnig viel Spaß macht. Mit Höhen und Tiefen und mit jeder Menge Erkenntnisgewinn.

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