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Warum viele Manager tote Pferde reiten ...

Warum viele Manager tote Pferde reiten ...

Viele Führungskräfte halten sich für Natural Leader, allerdings sind sie davon meilenweit entfernt. Sie halten sich für Gestalter, sind aber nur Verwalter ... Wenn Du wirklich wissen willst, ob Du ein Natural Leader bist, gibt es einen ganz einfachen Weg dies herauszufinden: Frag Deine Mitarbeiter!

Wenn Deine erste Reaktion auf diesen Tipp ist: "Die können das doch gar nicht wirklich beurteilen ..." Dann kannst Du schon mal davon ausgehen, dass das mit dem Natural Leadership noch nicht so 100%ig Dein Ding ist, denn Kritik und Selbstkritik sind für Natural Leader Wachstumsbeschleuniger. Das heißt nicht, dass es nicht anstrengend für sie wäre oder auch von Zeit zu Zeit mal zu viel des Guten ... Es heißt lediglich, dass Natural Leader wissen, wann es Zeit ist von einem toten Pferd abzusteigen! Und tote Pferde sind für sie nicht nur im Außen, sondern sie wissen, dass sie sie auch sehr häufig im Innen finden.

Und vor allem wissen sie, welche psychologischen Stolpersteine auf dem Weg zur Erkenntnis "Das Pferd ist tot" lauern können. Denn Natural Leadership hat im Grunde nichts damit zu tun, ob jemand ein geborener Anführer ist oder nicht, es hat vielmehr mit Wissen zu tun. Und mit der Fähigkeit sich neues Wissen aneignen zu wollen. Denn geistige Flexibilität ist der Grundstein für Veränderung.

 

Weisheit der Dakota Indianer

Klar sind wir alle geistig flexibel und offen für Neues! Falsch! Wenn Du so denkst, dann bist Du Deinem Gehirn schon auf den Leim gegangen. Denn Dein Gehirn hat von Natur aus grundsätzlich schon mal gar kein Interesse an geistiger Flexibilität, denn die kostet Energie. Und Energie wird in der Natur grundsätzlich immer gespart! Wir denken nur wir wären flexibel, aber in Wirklichkeit bewegen wir uns innerhalb unserer Komfortzone.

Mir ist schon klar, dass viele jetzt innerlich aufschreien und ich kann das gut verstehen, aber auch das ist leider ein Beispiel dafür, dass Du eben nicht weißt, wie anstrengend es ist tatsächlich aus der Komfortzone heraus zu kommen. Denn wenn Du wirklich an Deine Grenzen stößt, dann machen sich Störgefühle breit. "Das brauche ich nicht!" "Das weiß ich schon!" "Kennt man doch!" "Das muss ich echt nicht haben!" "Das ist nicht mein Ding!" "Ich hab da eine andere Lösung für!" Sind ein paar beispielhafte Komfortzonenbewachergedanken, die völlig normal sind. Denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere! Wir lassen uns nur nicht gern als solche bezeichnen. Wir sind Gewohnheitstiere die sich gern als abenteuerlustige Individualisten sehen. Leider stimmt das so ganz und gar nicht. Unser Gehirn beschubst uns nur ganz virtuos mit dieser Selbsteinschätzung. Denn unser Gehirn hat gar kein Interesse an neuen Dingen, denn alles Neue bedeutet vor allem erst mal eines: Energieverbrauch. Aus diesem Grund bewegen wir uns in bekannten Kreisen. Auch Extremsportler tun übrigens nichts anderes! Sie machen das was sie schon kennen: Sie suchen Extreme! Kreative machen nichts anderes: Sie bewegen sich in kreativen Kreisen und sind tauschen sich kreativ aus ... In dem Moment in dem Dein Gehirn Dir suggeriert: "Das ist nichts für mich. Ich weiß wie es geht. Ich such mir meine eigenen Herausforderungen ..." kochst Du auf Sparflamme, denn Du lernst nichts Neues.

Neues zu lernen heißt nicht etwas gut oder schlecht zu finden. Neues ist einfach erst einmal neu. Wenn Du schon vor dem eigentlich tun bewertest, dann lernst Du nichts! Nur wer Dinge tut, die er noch nie getan hat bekommt wirklich neue Informationen und wir geistig flexibler. Alle anderen sind Komfortzonenbewacher, auch wenn sie im ersten Blick nicht so aussehen. Neues findest Du immer genau da, wo es nicht gemütlich ist. Wo jemand eine ganz andere Meinung vertritt als Du. Wo ganz andere Dinge gemacht werden, als Du normalerweise tust ...

Und genau das unterscheidet Natural Leader von Managern. Sie wissen, dass sie von Natur aus nämlich nicht offen für Neues sind. Sondern, dass es echt anstrengend ist sich immer wieder für Neues zu öffnen. Da es viel weniger Natural Leader gibt, als gemeinhin angenommen wird, ist es auch kein Wunder, dass in vielen Büros die Weisheit der Dakota Indianer "Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab" verballhornt wird. Denn die meisten Führungskräfte reiten – meist unwissentlich – tote Pferde und sind wie folgt unterwegs:

Was zu tun ist, wenn ein Pferd tot ist!

  1. Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
  2. Wir wechseln die Reiter.
  3. Wir sagen: "So haben wir das Pferd doch immer geritten."
  4. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  5. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  6. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  7. Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
  10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  11. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
  12. Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  13. Wir erklären: "Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte."
  14. Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  15. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  16. Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.
  17. Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.
  18. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  19. Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.
  20. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

Wir behalten unsere Meinung lieber bei, als sie in Frage zu stellen

In diesem sehr amüsanten Beispiel wird die Neigung des Menschen eher bestätigende Informationen zu suchen, wahrzunehmen und stärker zu gewichten als jene, die gegen eine von ihm aufgestellte These sprechen, sehr schön illustriert. Mit anderen Worten: wir behalten unsere Meinung lieber bei, als sie in Frage zu stellen. Und wenn wir tief in uns hinein horchen wissen wir: es stimmt. Niemand stellt seine Einstellung oder gar seine Arbeitsergebnisse gern in Frage ...

Die Dinge sind nie so wie sie sind, sie sind das, was man aus ihnen macht.

Zahlreiche Studien weisen inzwischen darauf hin, dass sowohl Gruppen als auch Individuen immer erst nach solchen Informationen suchen, die ihre vorgefassten Meinungen bestätigen. Beispielsweise wurde Probanden in einer von Brynda Holton und Tom Pyszczynski  im Personality and Social Psychology Bulletin veröffentlichen Studie von ihren Vorgesetzten  ausgezeichnete Leistungen bescheinigt. Diese Probanden hatten danch mehr Interesse an Informationen welche die Führungsqualitäten ihres Vorgesetzten bestätigten. Negative Aussagen hierüber wurden entweder in Frage gestellt oder schlichtweg ignoriert.

Was aber tun, um die Bestätigungstendenz zu umgehen?

Naja, eigentlich ist auch das ganz einfach: nimm nicht einfach hin, was Dein Hirn Dir im ersten Moment vorschlägt. Gedanken wie die bereits beschriebenen sind ein klarer Indikator dafür, dass Du in Deinen alten Energiespar-Mustern unterwegs bist. Und prüfe vor allem, ob Du Argumente die Dir nicht gefallen mal eben vom Tisch wischen willst! Schau dort noch einmal ganz genau hin und öffne Dich den Dingen, die Du nicht willst. Dort beginnt das Ende Deiner Komfortzone! In dem Moment in dem wir uns  dabei ertappen etwas abzulehnen sollten wir uns genau dieses Argument noch einmal in Ruhe anschauen. Diese Vorgehensweise ist übrigens nachweislich erfolgreich.

Laut dem Artikel "Information Relevance, Working Memory, and the Consideration of Alternatives" des Quarterly Journal of Experimental Psychology 1993 und verschiedener Studien zeichnen sich erfolgreiche Versuchspersonen dadurch aus, dass sie verschiedene Thesen (und damit sind nicht nur die eigenen gemeint) aufstellen und testen.

Außerdem sind diejenigen nachweislich erfolgreicher, die sich nicht frühzeitig auf eine bestimmte These oder Vorgehensweise festlegen, denn es ist immer viel schwerer wieder zurück zu rudern ...

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema? Ich freue mich über Deinen Kommentar, Deine E-Mail und einen regen Austausch zu diesem Thema.


 

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