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Weißt Du schon, dass Du inkompetent bist? Oder denkst Du noch, Du kannst es?

Weißt Du schon, dass Du inkompetent bist? Oder denkst Du noch, Du kannst es?

Heute wissen wir: wir lernen ein Leben lang. Unser Gehirn will lernen. Alles was es nicht mehr braucht, schmeißt es irgendwann über Bord und nutzt die freie Kapazität, um sich auf Neues zu stürzen. Aber wie funktioniert Lernen eigentlich? Ein, wie ich finde, sehr anschauliches Modell, wie wir unsere Kompetenzen auf den Lernfeldern unseres Lebens entwickeln ist das Kompetenzstufenmodell. Häufig Abraham Maslow zugeschrieben, gehen viele davon aus, dass es in den 1970er Jahren von Noel Burch entwickelt wurde. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass Burch diese Idee bereits übernommen hat.

Grundsätzlich beschreibt dieses Modell die Entwicklung von einem inkompetenten zu einem kompetenten Bewusstseinszustand. Das Modell ist in die folgenden vier Stufen unterteilt:

  1. Unbewusste Inkompetenz: Die Person versteht nicht, worum es geht oder wie sie etwas anstellen bzw. ausführen soll. Darüber hinaus erkennt sie ihre eigenen Defizite nicht oder hat ein Problem, sie zu erkennen.
  2. Bewusste Inkompetenz: Auf dieser Stufe erkennt die Person ihre Defizite, weiß jedoch nicht, wie sie etwas erreichen kann. Im Prinzip beginnt hier geistige Entscheidungsfreiheit: Die Person kann bewusst entscheiden, ob sie an diesem Zustand etwas ändern möchte oder ob sie den Zustand so lässt wie er ist.
  3. Bewusste Kompetenz: Die Person versteht oder weiß, wie sie die Dinge anpacken muss, um ein Ziel zu erreichen. Trotzdem erfordert das Zeigen des Können und Wissens eine hohe Konzentration und Bewusstheit.
  4. Unbewusste Kompetenz: Die Person hat so viel praktische Erfahrung mit ihren Fähigkeiten, dass sie ihr in Fleisch und Blut übergegangen sind und jederzeit abgerufen werden können, oftmals ohne höhere Konzentration in Anspruch nehmen zu müssen. Das Gehirn läuft praktisch auf Autopilot.
Zitat Goethe über das Lernen

Dunning-Kuger-Effekt: Blöd, ohne es zu wissen

Populärwissenschaftlich hat sich für Stufe 1 der Begriff Dunning-Kruger Effekt etabliert. Der Begriff bezeichnet eine kognitive Verzerrung, den der Selbstüberschätzung bei Inkompetenz. Eine Verzerrung, der nicht nur weniger intelligente Mitmenschen zum Opfer fallen. Der Begriff geht auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahr 1999 zurück. Die beiden Wissenschaftlich der Cornell University bemerkten während ihrer Studien, dass Unwissenheit offenbar zu mehr Selbstvertrauen führte als Wissen. Die beiden fanden heraus, dass weniger kompetente Probanden dazu neigten, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, überlegene Fähigkeiten anderer nicht zu erkennen und dass Ausmaß der eigenen Inkompetenz nicht zu erkennen. Die gute Nachricht: Übung macht auch beim Thema Selbsteinschätzung den Meister. Mit ein wenig Übung konnten die Probanden, dann nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern lernten gleichzeitig ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen. Die beiden Wissenschaftler zeigten, dass schwache Leistungen tendenziell mit größerer Selbstüberschätzung einhergehen als stärkere Leistungen. Dieser Effekt ist übrigens auch häufig bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten. Wenn diese einen Teilaspekt eines Problems begriffen haben, sind sie häufig der Meinung die gesamte Thematik zu überblicken ... Wobei, wenn ich nochmal drüber nachdenke entdecke ich das auch oft bei Erwachsenen und auch bei mir ...

Zitat Laotze über das Denken

Wir alle streben natürlich Stufe 4 an. Hier fallen uns die Dinge leicht. Und auch unser Gehirn hat großes Interesse daran, dass die Dinge in Stufe 4 abgewickelt werden, denn hier kann es seine automatischen Programme abspulen und läuft im Energiesparmodus. Nun müsste man meinen, dass wir also gern neue Dinge lernen und üben, damit wir möglichst schnell in Stufe 4 im Energiesparmodus unterwegs sind. Bis zu einem bestimmten Alter ist das auch so, aber irgendwann hören wir damit auf. Warum ist unklar. Jedenfalls ist es bei den meisten Erwachsenen so, dass sie an neuem Lernen und Veränderung nicht mehr interessiert sind. Ihre Gehirne sind der Meinung, dass sie genug Stufe 4 Kompetenzen angehäuft haben und damit für den Rest ihres Daseins auch ganz gut durchs Leben kommen werden ...

Jeder weiß es besser und doch wissen wir nichts

Die meisten Leser werden jetzt nicken und denken „Ja, diese Typen kenn ich auch ...“ Und dabei denken sie natürlich an andere. Aber wer jetzt sofort so einen Energiespartypen kennenlernen möchte, der braucht nur in den Spiegel zu schauen. Das ist auch nicht weiter tragisch, tragisch ist nur, wenn wir uns nicht eingestehen, oder noch schlimmer gar nicht wissen, dass wir selbst zu den Typen gehören, die sich eigentlich gar nicht ändern wollen. Dann sind wir nämlich in Stufe 1 unterwegs und haben nicht die geringste Chance da rauszukommen, denn wir erkennen ja das Problem gar nicht ... So, nachdem wir jetzt bzw. vielleicht sogar schon vor Kauf des Buches in Stufe 2, der bewussten Inkompetenz gelandet sind, beginnt unsere Entscheidungsfreiheit. Wir können „frei“ wählen, ob wir aus diesem Zustand heraus wollen oder nicht. Wir können uns beispielsweise entscheiden, ob wir ein bestimmtes Musikinstrument erlernen wollen, oder nicht. Und wenn wir uns dafür entscheiden, dann landen wir in Stufe 3. Allerdings sind wir auch hier nicht soooo frei wie wir gern wären, denn unser Gehirn hat nur bedingt Interesse daran etwas Neues zu lernen. Denn „Neues lernen“ bedeutet schon wieder unnötigen Energieverbrauch ... Und genau an diesem Punkt wird Stufe 3 anstrengen

Durchhalten ist angesagt. Hat uns Begeisterung noch zur Anschaffung des Instrumentes und zur Unterzeichnung des Musikschulvertrages bewegt, so gilt es jetzt den einen oder anderen Lernfrust zu überwinden und den Hirngenerator mit Willenskraft auf Hochtouren zu halten ... Das Gleiche geschieht übrigens auch in Changeprozessen: hat man die Mitarbeiter am Anfang noch halbwegs überzeugt, so wird es in der Umsetzung umso schwieriger am Ball zu bleiben ... Was also tun? Der Schlüssel ist immer Begeisterung! Um bei dem Beispiel des neuen Instrumentes zu bleiben: Erinnere Dich daran, warum Du angefangen hast. Hast Du einem virutosen Musiker zugehört und warst begeistert? Dann schaffe Dir immer wieder solche Momente. Kreiere Deine Begeisterung neu. Jedes Erfolgserlebnis wird diese Begeisterung am Leben halten und jeder Misserfolg braucht einen neuen Begeisterungsimpuls, eine Erinnerung, warum Du Dich auf diese Reise begeben hast. Genau hieran scheitern übrigens auch die meisten Changeprozesse: die Begeisterung wird nicht am Leben erhalten (wenn sie denn überhaupt ins Leben gerufen wurde, aber das ist ein anderes Thema). Und wenn wir es dann endlich in Stufe 4 geschafft haben, dann kommen wir immer wieder in den Genuss sogenannter Flow-Erlebnisse ... Aber wer schon mal einer richtigen Passion nachgegangen ist, der weiß, Stufe 4 die erreichen wir zwar immer mal wieder, aber der eigentliche Spaß ist dann die nächste Herausforderung.

Erstaunlich, dass das in den wenigsten Fällen für Führung gilt ... Vielleicht weil häufig die Frage, warum ursprünglich eine Führungsposition angestrebt wurde, nicht wirklich beantwortet wurde. Führung um der Führung willen oder um der Macht willen ist für die Geführten wenig inspirierend und spornt in der Regel nicht zu Höchstleistungen an. Den der führt übrigens auch nicht. Ohne eine Vision, ohne ein höheres Ziel, ohne ein starkes „Warum“ ist Führung nur eine recht begeisterungsfreie, uninspirierte Form von Machtstreben, welches nicht dazu taugt, Menschen und/oder Unternehmen in irgendeiner Weise weiter zu entwickeln bzw. ihnen einen Dienst zu erweisen.

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema? Ich freue mich über Deinen Kommentar, Deine E-Mail und einen regen Austausch zu diesem Thema.

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