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Wertschätzend zuhören – Warum Wertschätzung Ziellosigkeit braucht ...

Wertschätzend Zuhören – Warum Wertschätzung Ziellosigkeit braucht

Warum können wir nicht einfach nur zuhören. Ohne Vorbehalte und vor allem ohne Ziel …Eine Antwort ist auf jeden Fall, dass Zuhören auch Mut erfordert. Wir glauben zwar immer, dass es Mut erfordert für seine Meinung einzustehen, aber eben genau aus diesem Grund ist es schwer einfach nur zuzuhören, ohne die eigene Meinung dazwischen kommen zu lassen. Denn auch beim Zuhören stehen wir für unsere Meinung ein. Und die eigene Meinung einfach erst einmal außen vor zu lassen, dass fällt uns in der Regel nicht nur schwer, wir haben sogar Angst davor. Angst davor? So ein Quatsch mag jetzt der eine oder andere Leser denken und auch damit nicht unbedingt verkehrt liegen. Aber lassen wir doch spaßeshalber einmal den Gedanken zu, dass uns Zuhören Angst macht. Und zwar in dem Sinne, dass wir entdecken könnten, dass unsere Meinung falsch ist.

Ich kann beim Schreiben förmlich hören, was Einigen jetzt durch den Kopf geht. „Warum sollte mir das Angst machen? Ich bin doch ein offener Mensch und wenn jemand die besseren Argumente hat, warum sollte ich dann nicht meine Meinung ändern …“ Tatsächlich? Dann Dir doch einfach einmal die Frage, wann Du das letzte Mal in einer heißen Diskussion Deine Meinung geändert hast, weil Dein Gegenüber die besseren Argumente hatte … Kommt eher selten vor, oder? Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass Du in Regel mit unklugen Menschen diskutierst, es liegt daran, dass wir unsere Meinung nur sehr schwer aufgeben. Im Grunde diskutieren wir nur, um unsere Meinung zu bestätigen. Klingt unlogisch? So unlogisch ist das gar nicht, in Diskussionen testen wir unbewusst, was unsere Meinung wert ist und wie gut wir sie verteidigen können. Das liegt auch ein Stück weit daran, dass unsere Meinung ein Stück unserer Persönlichkeit ist und wer gibt diese schon gern auf bzw. Wer findet es nicht zumindest ein kleines bisschen unheimlich, wenn eben diese Persönlichkeit in Frage gestellt wird. Und so wird ein Schuh draus.

 

Beim Zuhören kann unsere Persönlichkeit in Frage gestellt werden

Zuhören birgt für uns also immer auch das latente Risiko, dass unsere Persönlichkeit in Frage gestellt wird, die wir uns so mühsam zusammen gebastelt haben. Viele Ansichten und Meinungen tragen wir seit unserer Kindheit mit uns rum und das soll auf einmal nicht mehr okay sein oder, nicht ganz so drastisch, nur zum Teil anders? Da hört unsere Offenheit dann schlagartig auf. Vor allem beim Zuhören. Jeder von uns kennt das, dass wir während des Zuhören auf einmal einen starken inneren Widerstand spüren, weil das Gehörte unserer Ansicht nach so nicht richtig sein kann. Und wir denken oder sagen so Dinge wie „Moment Mal, dass ist so nicht ganz korrekt …“ oder „Das stimmt so nicht …“ oder „Das verstehst Du falsch …“ oder oder oder. Ich bin sicher, dass diese Formulierungsliste noch wesentlich weiter ausgebaut werden kann, aber der Punkt dürfte klar sein. Und genau hier ist der Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr weltoffen und vorurteilsfrei zuhören können, denn wir sind jetzt im Modus „Recht haben wollen“ was im Prinzip nichts anderes ist, als die eigene Persönlichkeit zu schützen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass wir in diesem Moment nicht mehr zuhören. Denn es geht uns in diesem Moment nicht mehr darum etwas Neues zu erfahren.

Wirklich gute Zuhörer können ziel- und vorbehaltlos zuhören. Wer zuhört, um ein Ziel zu erreichen, wie es in vielen Managementseminaren gelehrt wird, der wurde schief gewickelt. Denn genau dieses Zuhören, um etwas zu erreichen, macht echtes Zuhören unmöglich. Echtes Zuhören ist wie eine Reise mit unbekanntem Ziel. Der Redner nimmt uns mit auf eine Überraschungsreise und an allen Ecken und Enden lassen wir uns überraschen, wo wir gerade landen und was wohl die nächste Etappe sein wird. 

Zielloses Zuhören ist eine Kunst und braucht eine Weile, bis man die Idee dahinter versteht. Ich gebe zu, ich habe mehr als eine Weile gebraucht. Und jetzt, wo ich die Idee verstanden habe, bin ich immer wieder mit der Umsetzung beschätftigt, denn zielloses Zuhören muss geübt werden. Nur weil man eine Idee verstanden hat, kann man sie noch lange nicht umsetzen. Die Frage ist nur: Wie kommt man zum ziellosen Zuhören? Hier ein paar Vorschläge, die bei der Umsetzung hilfreich sein können.

1. Nimm Dir Zeit!

Ziellosigkeit braucht Zeit. Ist unsere Zeit begrenzt, dann kommen ganz schnell Gedanken wie „Können wir mal zum Punkt kommen …“ oder „Das ist jetzt gerade nicht relevant …“ oder „Zurück zur Sache …“ oder, oder, oder. Solche Gedanken verhindern aber tatsächliches Zuhören, denn wir sind nicht mehr bei unserem Gegenüber, sondern bei einem zu erreichenden Ziel. Dieses Ziel wird zeitlich bestimmt und dadurch bringen wir unsere Meinung wieder ein, denn wir glauben ja zu wissen, was relevant bzw. Was der eigentliche Punkt ist. Das mag in zeitlich begrenzten Meetings sicherlich manchmal hilfreich sein, in einem Mitarbeitergespräch oder gar in einem Gespräch mit unseren Lieben ist es alles andere als wertschätzend. Denn wer keine Zeit hat bzw. Sich keine Zeit nimmt, kann seinem Gegenüber keinen Raum geben. Stell Dir einfach vor, wie Du Dich fühlst, wenn Du merkst, Dein Gegenüber nimmt sich keine Zeit, um Dir zuzuhören. Und machen wir uns nichts vor, dieses Gefühl stellt sich sehr schnell ein. Auch bei Dir als zeitlich limitiertem Zuhörer! Frag Dich, ob Du das willst. Frag Dich, welche Art Zuhörer Du sein willst.

2. Bleib aufmerksam!

Ganz egal welchen Unfug (Deiner Meinung nach) Dein Gegenüber von sich gibt: Hör aufmerksam zu, ohne zu unterbrechen! Unternimm jede erdenkliche Anstrengung, dass Gehörte zu verstehen, um nicht nur zu begreifen, was gesagt wurde, sondern auch, warum es gesagt wurde. Versetz Dich so gut wie möglich in die Lage Deines Gegenübers und zolle seiner Situation Respekt, ohne sie zu bewerten.

3. Praktiziere eloquentes Nicken

Einfach nicken und zustimmende Laute von sich geben. So was wie „Hmmm“ oder „Oh“ oder „verstehe“ … Mehr nicht! Und erliege nicht der Versuchung, die Atempausen Deines Gegenübers für eine Erwiderung zu nutzen. Es geht nicht um Dich! Es geht um Dein Gegenüber! Wenn Dein Gegenüber eine Meinung vertritt, die Du nur schwer aushalten kannst und er sich immer weiter in haarsträubende Ausführungen versteigt, dann kannst Du nachfragen im Sinne von „Glauben Sie wirklich, dass Frauen hinter den Herd gehören?“ Oder „Sie meinen, dass es tatsächlich eine Verschwörung von Außerirdischen auf der Erde gibt?“

4. Frage NICHT nach zusätzlichen Fakten

Es gibt einen Unterschied zwischen einfachem ziellosem Zuhören und bloßstellender Neugier. Beim ziellosen Zuhören geht es nicht darum selbst nach Fakten zu suchen, um sich überzeugen zu lassen, oder etwas Neues zu lernen, es geht um das Zuhören an sich. Das ist wahnsinnig schwer, denn Ziellosigkeit ist etwas, was wir im ersten Moment für sinnlos halten. Ist es aber nicht, das erfahren wir aber nur, wenn wir gezielt ziellos sein können. 

5. Höre zu, ohne zu bewerten!

Egal wie Du es anstellst: bewerte das Gehörte auf keinen Fall. Hör auf, Dich zu fragen ob etwas gut oder schlecht, richtig oder falsch ist. Das ist in diesem Fall nicht Deine Aufgabe. Deine Aufgabe ist es zuzuhören.

6. Laufen lassen!

Hab Mut und vertraue darauf, dass Dein Gegenüber schon eine Lösung finden wird.

Zugegeben, dass ist alles andere als einfach. Aber wenn wir ziellos Zuhören passieren erstaunliche Dinge. In der Regel kommt der Sprecher selbst auf eine Lösung (wenn er ein Problem hatte). Darüber hinaus versiegen tatsächlich auch die stärksten Wasserfälle nach einer Zeit. Immer ein guter Punkt um eine Frage zu stellen. Fragen, die die eigene Meinung außen vor lassen. Denn beim Zuhören, geht es nicht um uns …

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