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Wut macht doof und warum wir alle manchmal doof sind

Warum Wut doof macht und wir alle manchmal doof sind ...

Kennt Ihr das: Man startet motiviert in ein Projekt und es läuft auch alles ganz prima und dann geht's auf einmal ab ... Nichts klappt mehr. Okay, Ihr seid ja geschult und Ihr wisst: Ruhe bewahren und konzentriert weiter arbeiten ... Und dann geht wieder was schief ... Das ist manchmal so. Aber was dann? Was wenn ein Strick nach dem anderen reisst und der Geduldsfaden gleich mit? Ausrasten ist doch auch keine Option. Oder doch?

Machen wir uns nichts vor: wir rasten zwischendurch schon mal aus. Ja, ja, ja ... Ich weiß, dass macht natürlich die versierte, perfekte Führungskraft nicht. Stimmt. Die Sache hat allerdings einen Haken: die perfekte Führungskraft gibt es nicht! Auch der beste Natural Leader rastet zwischendurch mal aus. Kurz: jeder wird mal wütend.

Ärger und Wut sind aus Sicht unseres Gehirns identisch, denn unser Gehirn unterscheidet im Prinzip nur ... Grundemotionen: Wut, Freude, Angst, Trauer und Ekel. Ursprünglich waren diese Emotionen dazu gedacht, unseren Lebensraum zu erweitern oder zu verteidigen und natürlich dazu, unser Leben an sich zu sichern. Wenn man es genau nimmt: unser ursprünglicher Quellcode. Der wurde zwar inzwischen häufig und auch sehr gut modifiziert und immer wieder verbessert, aber die Basis stammt noch aus Fred und Wilma Feuersteins Zeit.

 

Wut gehört zu unseren ältesten Emotionen

Unsere Grundemotionen stammen also aus längst vergangenen Tagen. Die häufig damit verbundene Frage, ob sie uns überhaupt noch nützen halte ich persönlich für überflüssig, denn egal ob sie uns nützen oder nicht: sie sind da und wir müssen uns mit ihnen auseinandersetzen. Verantwortlich für Emotionen und ihre Ausbrüche ist das linkische System. Ein Teil – beispielsweise die Angst – wird in der Amygdala produziert. Das Gemeine dabei ist: das limbische System schuldet unserem Großhirn keine Rechenschaft. Das heißt, es agiert vollkommen selbstständig noch bevor das Großhirn sich fragen kann "Macht das überhaupt Sinn, dass ich hier jetzt ausraste?" Damit wir aber nicht permanent ausrasten, gibt hemmt die Großhirnrinde die Amygdala zum größten Teil und deshalb sind wir in der Lage, uns halbwegs Gesellschaftskompatibel zu verhalten. Bei Reizüberflutung und/oder einem hohen Stressniveau zieht das limbische System sein Vetorecht und überstimmt den vernunftbegabten Hirnteil und bestimmt, dass es mal wieder Zeit für ein paar Neandertaleremotionen wäre ... In dem Moment hat sie das Ruder übernommen und überlegt dann nur kurz, ob sie den Hormoncocktail "Angst" oder lieber "Wut" in unsere Blutbahnen schickt.

Achtung! Jetzt kommt es: Ist der Cocktail in der Blutbahn, dann läuft die Reaktion durch. Da kann sich unser Großhirn auf den Kopf stellen und noch so oft meditiert haben wie es will, die Hormone übernehmen. Die gute Nachricht: spätestens nach einer halben Stunde ist der Spuk in der Regel vorbei. Denn dann sind alle Hormone verbraucht und der Körper muss erstmal einen neuen Cocktail produzieren, bevor wir wieder gepflegt ausrasten können ...

Erfolg ist sichtbarer als Misserfolg

Aber wozu ist Wut denn gut? Grundsätzlich dient Wut zur Verteidigung. Wenn wir angegriffen werden haben wir in unserem Quellcode drei Möglichkeiten angelegt: Angriff, Flucht oder tot stellen. Die Wut ist die unterstützende für den Angriff. Sie macht den Körper kampfbereit und setzt Energie frei. Das kennen wir alle, wenn es mal nicht so funzt, wie wir es gerne hätten und wir in den "Jetzt erst recht"-Modus übergehen. Da sind wir fokussiert, bekommen einen Tunnelblick und können in kürzester Zeit Höchstleistungen vollbringen. Super Sache!

Klares Denken und Wut schließen einander aus

Wir müssen uns nur klar machen: das funktioniert nicht immer. Oft in dem Moment, in dem wir schon im Tunnel sind und uns an einer Sache festbeißen. Dann ist Wut nicht mehr dienlich, denn sie macht uns zu verkrampften Idioten. Jeder hat seinen Schatz oder Kollegen schon mal so gesehen und sich gedacht "Merken die das denn nicht". Die traurige Antwort ist in der Regel "Nein". Und noch trauriger: Wir merken es oft auch nicht. Meistens erst, wenn es zu spät ist.

Was aber nun tun, wenn die Wut mal wieder die Oberhand gewinnt? Die klare Antwort: es kommt darauf an. Denn es gibt leider kein Patentrezept, aber verschiedene Möglichkeiten. Vorweg noch eines: Psychologen sind sich nicht darüber einig, ob es besser ist Wut auszuleben oder nicht. Eines ist allerdings klar: wer Ärger dauerhaft unterdrückt und sich seinen Gefühlen nicht stellt, der wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit krank. Drogenkonsum, erhöhte Depressionsgefahr und eine erhöhte Gewaltbereitschaft können die Folge sein.

„Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli

Wenn Du merkst, es will heute einfach nicht klappen und die Kollegen sind noch bescheuerter als sonst, dann zieh den Stecker! Genau in dem Moment, in dem Du sauer wirst, gehst Du raus aus der Situation und am besten gleich eine große Runde um den Block. Das hat den Effekt, dass Dein Wutcocktail, der gerade in Deiner Blutbahn sein Unwesen treibt schneller abgebaut wird. Jede Art von Bewegung baut Wut und jede Art von Stress ab. Die gute Nachricht: Du musst gar nicht 10 Kilometer rennen. Ein Spaziergang von rund 30 Minuten hat den gleichen, reinigenden Effekt.

Wasser und heimlich Grinsen helfen

Soweit so gut. In einem Meeting oder einer Besprechung ist dieser Tipp natürlich unglaublich unpraktisch. Es macht einfach einen doofen Eindruck, wenn man mittendrin einfach abhaut. Spaß beiseite. Meetings sind schon etwas schwieriger. Eine Möglichkeit ist, sofort ein großes Glas Wasser zu trinken. Am besten 0,5 Liter. Das Wasser verdünnt sozusagen den Wutcocktail und lässt einen wieder etwas zur Ruhe kommen.

Kurz aufs stille Örtchen fliehen ist auch ein probates Mittel. Dort kann man in Ruhe durchatmen. Außerdem macht es Sinn, sich einen Bleistift für eine Minute zwischen die Zähne zu klemmen, so dass eine Art doofes Grinsen entsteht. Ist ja egal, sieht ja keiner. Nach ca. einer Minute (Zeit stoppen hilft) kommt die Grinseinfo im Hirn an. Tatsächlich gibt es nachweislich nach mindestens einer Minute eine Rückkoppelung zwischen Körper - also dem Grinsen - und dem Gehirn. Frei nach dem Motto, wenn das Gesicht lacht, dann muss da was dran sein, also fährt das Gehirn einfach mal den Wutcocktail zurück.

Wer sich gerade für sich an seinem Rechner an einer Aufgabe festgebissen hat: Aufhören. Wenn wir uns an etwas festbeißen sind wir nicht mehr in der Lage klar zu denken. Wir laufen auf Wutautopilot und der denkt in der Regel nicht mehr nach, sondern nimmt immer wieder die gleiche Lösung und erhöht nur den körperlichen Druck. Das bringt nix. Wir wissen alle, dass es keinen Sinn macht fester auf die Computertastatur einzuhämmern, tun es aber trotzdem. Kurz gesagt: Wut macht doof. Auch das stimmt, denn ein Neandertalerkampf zeichnet sich nicht durch strategische Überlegungen aus, sondern durch körperliche Kraft. Also schaltet das limbische System das rationale Denken vorübergehend aus, um mehr Energie für körperliche Gewalt zur Verfügung zu stellen. Das mag für einen Boxkampf okay sein, den Kampf mit der Exceltabelle gewinnen wir so nicht.

Also: akzeptieren, dass Wut eine körperliche Reaktion ist, die durchlaufen muss. Eine Möglichkeit finden sie durchlaufen zu lassen und dann neu anfangen. Und daran denken: Wut ist ein Grundgefühl, dass zu jedem Menschen gehört. Unterscheiden tun wir uns durch den Umgang mit ihr.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Thema? Ich freue mich über Deine Anregungen, Deinen Kommentar, Deine E-Mail und einen regen Austausch zu diesem Thema.

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