Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

Zuhören: die hohe Schule der Selbstführung

Zuhören: die hohe Schule der Selbstführung

Ist es nicht erstaunlich, dass es tatsächlich Techniken gibt, wie wir besser zuhören? Damit werden wir dann als Führungskräfte, Lehrbeautragte oder sogar als Eltern erfolgreicher. Toll! Dann mal los! Schnell gelernt, wie man das macht und dann effizient zugehört, was das Zeug hält, um dem armen Gegenüber danach ganz heimlich still und leise nach allen Regeln der Kunst unsere Ideen bzw. Meinungen einzutrichtern. Und wehe, er-sie-es ist danach nicht unserer Meinung! Schließlich haben wir ja zughört. Oder nicht?

Nein, haben wir nicht! Die Stiftung Zuhören e.V. hat auf ihrer Einstiegseite im Internet folgendes Zitat einer 7-jährigen stehen: „Wenn man mir nicht zuhört, dann ist das so, als ob ich nicht da bin.“ Die Kleine bringt es auf den Punkt: nur wenn man mir zuhört, dann werde ich auch wahrgenommen. Und von wahrgenommen zu anerkannt ist es nicht mehr weit. Aber eines nach dem anderen.

Zuhören ist aktive Wertschätzung

Um es genauso schnell und gut auf den Punkt zu bringen wie dieses kluge Mädchen, behaupte ich: Wer zu einem Zuhör-Seminar (egal ob aktives Zuhören oder irgendeine anderen Technik) geht, der hat nichts verstanden! Es geht nämlich nicht darum, dem Gegenüber nur das Gefühl zu geben verstanden zu werden! Das alleine ist nämlich überhaupt nichts wert. Zumindest nicht langfristig gesehen. Es geht darum, dem Gegenüber wirklich zuzuhören! Es geht darum, sich dafür zu interessieren, was sie oder er zu sagen haben. Das ist die hohe Kunst, denn das ist bei weitem nicht einfach, wenn der Reichsbedenkenträger der Abteilung zum dritten Mal an diesem Tag vor einem sitzt und ein paar Sachen zum Thema „Haben-wir-gestern-schon-abgeschlossen“ zum besten gibt. Aber sind wir doch mal ehrlich: Das ist doch die Ausnahme!

Zuhören ist aktive Wertschätzung

Wann fällt uns Zuhören tatsächlich so richtig schwer? Genau, wenn wir schon eine Meinung haben – was übrigens in 99,9% der Fälle zutrifft – und andere aber ihre Meinung und Fakten auch noch darlegen können, wollen oder müssen. Und mal Hand aufs Herz: Wie interessiert hören wir dann noch zu? Meistens fallen wir den Vortragenden sogar ins Wort und lassen sie nicht einmal ausreden. Wir wissen ja schon, was sie sagen wollen und das wollen wir ja ganz schnell entkräften … Stopp!

Erstens: Wenn Du es nicht schaffst, Dich für die Dinge die andere zu sagen haben zu interessieren, dann beende den Dialog. Waaaas? Das ist doch unhöflich. Stimmt. Aber bist Du tatsächlich der Meinung, dass gehäucheltes Interesse besser ist? Und den Dialog beenden bedeutet nicht, ihn nie wieder zu führen! Vertage ihn auf einen anderen Zeitpunkt und bereite Dich beim nächsten Mal besser vor. Und zwar nicht auf Deine Argumente, sondern mach Dir klar, warum es für Dich wichtig ist, die Argumente Deines Gegenübers zu hören und sie voll und ganz zu druchdringen. Dieser Teil der Vorbereitung gehört immer mit in eine Gesprächsvorbereitung!

Gesprächsvorbereitung ist auch immer Vorbereitung auf das Zuhören

Zweitens: Wenn Du nicht bis zum Ende zuhörst, verpasst Du die Hälfte der Botschaft. Gehe immer und ich meine wirklich immer davon aus, dass Du nicht wissen kannst, was Dein Gegenüber sagen will. Abgesehen davon, wenn Du das Gefühl hast nicht mehr an Dich halten zu können, dann bist Du in Gedanken schon wieder bei Dir. Aber es geht in dem Moment in dem Du zuhörst nicht um Dich … Du bist also auf dem falschen Dampfer. Es geht um Dein Gegenüber! Bitte in solchen Momenten Deine Gesprächspartnerin oder Deinen Gesprächspartner die letzten zwei Sätze noch einmal zu wiederholen. Sag ruhig, dass Du in Gedanken schon davon galoppiert bist und das Gefühl hast, etwas Wichtiges verpasst zu haben.

Gesprächsvorbereitung ist auch immer Vorbereitung auf das Zuhören

Drittens: Definiere immer ein starkes „Warum“ vor jedem Gespräch. „Warum soll ich zuhören. Warum ist diese Information wichtig?“ In der Regel definieren wir unser „Warum“ nämlich genau anders herum. Wir wissen immer ganz genau, warum wir auf Sendung gehen bzw. gehen wollen. Wir wollen unsere Meinung durchsetzen, unsere Ideen kund tun und manchmal hören wir uns auch einfach nur gern zu. Soweit so gut. Und jetzt mal anders herum. Warum solltest Du dem Oberbedenkenträger aus Deiner Abteilung zuhören? Da gibt es viele Möglichkeiten. Zum Beispiel werden wir selbst ja gern betriebsblind. Wenn wir es schaffen, den Erbsenzählern zuzuhören, dann finden wir vielleicht das eine kleine Sandkorn im Getriebe … Oder wir bieten dieser Person die Anerkennung und Wertschätzung die gerade benötigt wird, um gute Arbeit zu leisten …

Zuhören ist schwer, weil es beim Zuhören nicht um uns geht. Es geht nicht um das, was wir erlebt haben. Es geht nicht um das, was wir denken und es geht erst recht nicht um das, was wir fühlen. Es geht um unser Gegenüber. In einer Welt, in der wir so unglaublich individuell und selbstverliebt wie noch sind, ist das die Königsdisziplin. Denn Zuhören hat auch etwas mit Selbstbeherrschung und Selbstführung zu tun …

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Thema? Ich freue mich über Deine Anregungen, Deinen Kommentar, Deine E-Mail und einen regen Austausch zu diesem Thema.

Zurück

Copyright 2019 Anja Niekerken
Durch Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Weitere Informationen über Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr Informationen
Akzeptiert!